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Die Beiersdorf-Marke Nivea ist 2025 kaum gewachsen. Foto: Jasper Karin
Die Beiersdorf-Marke Nivea ist 2025 kaum gewachsen. Foto: Jasper Karin
Jahresbilanz

Beiersdorf-Umsatz tritt auf der Stelle: Weniger Wachstum in schwierigen Zeiten?

2025 war für Beiersdorf ein „anspruchsvolles Jahr“. Woran liegt das – und wie geht es jetzt weiter?

Von Jasper Karin

Der Umsatz von Beiersdorf lag 2025 bei rund 9,9 Milliarden Euro. Damit stagniert der Konzern im Vergleich zum Vorjahr nahezu – erstmals seit fünf Jahren. Das geht aus einem aktuellen Geschäftsbericht hervor.

Weniger Wachstum als in den Vorjahren

Vincent Warnery, CEO von Beiersdorf, sagt: „2025 war ein anspruchsvolles Jahr für die Hautpflegebranche.“ Erkennbar wird das auch am organischen Umsatzwachstum, also am Wachstum, bei dem externe Faktoren wie Verkäufe von Firmenanteilen nicht berücksichtigt werden. Dieses lag 2025 bei 2,5 Prozent. In den vergangenen Jahren war Beiersdorf noch deutlich stärker gewachsen – zwischen 6 und 10 Prozent jährlich.

Der Umsatz von Beiersdorf in den letzten Jahren (in Mrd. Euro). Die aktuelle Stagnation erklärt sich der Konzern mit einem kriselnden Markt.
Der Umsatz von Beiersdorf in den letzten Jahren (in Mrd. Euro): Die aktuelle Stagnation erklärt der Konzern mit einem kriselnden Markt. Grafik: Jasper Karin

So lief 2025 bei Nivea, Hansaplast und Eucerin

Die wichtigste Marke des Konzerns, Nivea, verzeichnete 2025 ein organisches Wachstum von 0,9 Prozent. Auch hier fiel das Wachstum deutlich geringer aus als in den Vorjahren – 2024 legte Nivea noch um 9 Prozent zu. Dagegen entwickelte sich das Geschäft in anderen Bereichen deutlich stärker: Der Bereich Healthcare mit der Marke Hansaplast wuchs um 9,3 Prozent, der Bereich Derma mit Eucerin und Aquaphor sogar um 11,7 Prozent.

Ein Negativtrend setzt sich jedoch fort: Der Umsatz der Luxusmarke La Prairie ging im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent zurück. Schon 2023 und 2024 war der Umsatz rückläufig.

Aktie um 15 Prozent abgestürzt – Beiersdorf kündigt weiteren Rückkauf an

Der Aktienkurs reagierte auf die Zahlen. Am Dienstag brach die Beiersdorf-Aktie um rund 15 Prozent ein und liegt nun bei einem Wert von circa 83 Euro. Es ist der niedrigste Wert der letzten fünf Jahre.

Im Geschäftsbericht kündigte Beiersdorf an, die auszuzahlende Dividende bei einem Euro pro Aktie belassen zu wollen – die Zustimmung der Hauptversammlung steht noch aus. Außerdem wolle der Konzern weiterhin Aktien zurückkaufen. In den nächsten zwei Jahren sollen dafür 750 Millionen Euro ausgegeben werden.

Was sich 2026 ändern soll

Dass Beiersdorf immer langsamer wächst, hat für CEO Warnery mit einer kriselnden Hautpflege-Branche und der Umorientierung in China zu tun. Auf der Beiersdorf-Webseite spricht er auch von einem „wandelnden Konsumverhalten“ der Kunden.

Für 2026 rechnet Warnery daher weiterhin mit moderatem Umsatzwachstum und begrenzten Gewinnzuwächsen. Gleichzeitig will der Konzern seine Strategie anpassen: Künftig soll stärker in Körperpflege und Deodorants investiert werden – statt vor allem in Gesichtspflege.


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