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Belebtes Treiben im Redingskamp. Foto: Henrike Hapke

Bezirksamt entfernt selbst gemalte Zebrastreifen

Im Eidelstedter Redingskamp hat das Bezirksamt in der vergangenen Woche Markierungen auf der Fahrbahn entfernen lassen. Anwohner hatten dort Zebrastreifen und Tempo-30-Zeichen selbst angebracht.

Von Henrike Hapke

Nach Angaben des Bezirksamts war es nicht der erste Fall in Eimsbüttel, in dem Bürger selbständig für Verkehrsmarkierungen auf einer Straße gesorgt haben. Dieses Mal ist es im Redingskamp „passiert“. Die Straße ist bereits eine 30er-Zone, trotzdem hielten es die Anwohner für nötig, mit weißem Lack weitere Markierungen in das Straßenbild einzufügen. Eine Frau erzählt, die Polizei sei letzte Woche angerückt, habe die gesamte Straße für PKW gesperrt und alle selbstgemachten Markierungen entfernt. Jetzt sind auf der Straße nur noch Überbleibsel der Bemalungen zu erkennen.

Hier wurde die Markierung für die 30er-Zone aufgemalt. Foto: Henrike Hapke
Hier wurde die aufgemalte Markierung für die 30er-Zone entfernt. Foto: Henrike Hapke

Die Markierungen sind widerrechtlich

Laut dem Bezirksamt Eimsbüttel wurden Strafanträge gestellt, da Straßenmarkierungen nicht durch Privatpersonen aufgebracht werden dürften. Wenn dies doch erfolge, wie im aktuellen Fall, handele es sich um Sachbeschädigung und bedeute gleichzeitig einen Eingriff in den Straßenverkehr, welcher sogar gefährlich werden könne. Beispielsweise seien die Markierungen für Autofahrer eher schlecht zu erkennen und diese könnten so möglicherweise nicht schnell genug reagieren. Gefährlich sei vor allem, dass sich Schulkinder auf dem vermeintlichen Übergang zu sicher fühlen könnten.

Der Zebrastreifen sollte als Übergang für Schulkinder dienen. Foto: Henrike Hapke
Der Zebrastreifen sollte als Übergang für Schulkinder dienen. Foto: Henrike Hapke

Eltern haben Angst um ihre Kinder 

Im Redingskamp fällt auf, dass die Straße sehr belebt ist. Neben PKW und Radfahrern sind viele Schulkinder auf ihrem Nachhauseweg zu sehen. In der Straße befindet sich ein direkter Ausgang der Grundschule Lohkampstraße und viele Kinder nehmen jeden Schultag den Weg über den Redingskamp. An der angrenzenden Lohkampstraße prangt ein Banner zwischen den Bäumen.Es soll die Autofahrer zu besonders vorsichtigem Verhalten veranlassen, weil hier Schulkinder auf den Straßen unterwegs sind.

Laut einer Mutter fahren dennoch viele Autos mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Tempo-30-Zone. Der selbst gemalte Zebrastreifen sollte als zusätzlicher Übergang dienen, um die Kinder sicher über die Straße zu bringen.

Warnung zur Vorsicht an der Kreuzung zum Redingskamp. Foto: Henrike Hapke
Warnung zur Vorsicht an der Kreuzung zum Redingskamp. Foto: Henrike Hapke

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