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Der "Nachtisch" darf noch etwas länger stehenbleiben. Foto: Fabian Hennig

Tauschtisch bleibt vorerst stehen

Bewegung beim „Nachtisch“: Das Bezirksamt Eimsbüttel hat am vergangenen Freitag – erneut via Aushang – Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Räumung des nachbarschaftlichen Tauschprojekts im Stellinger Weg wird vorübergehend ausgesetzt.

Von Annika Demgen

Die Unterstützer des Tauschtischs können aufatmen. Das Fachamt für das Management des öffentlichen Raumes im Bezirksamt Eimsbüttel will seine Drohung von Mitte Januar, das Projekt „Nachtisch“ zu räumen, vorerst nicht umsetzen. Wie bereits beim Räumungshinweis äußert sich das Fachamt auch diesmal via Aushang am Streitobjekt. Der Inhalt ist jedoch ein anderer. Schloss die Behörde vergangene Woche eine Sondergenehmigung für den Tauschtisch noch kategorisch aus, stellen die Verantwortlichen inzwischen selbige in Aussicht.

Für die Einigung auf Rahmenbedingungen will das Fachamt mit den „Aufstellern des Tausch-Tisches“ verhandeln. Hinter dem Projekt steht kein Verein oder eine Initiative, vielmehr handelt es sich um Anwohner und Unterstützer, die sich nicht zwangsläufig untereinander kennen. Auch die Initiatoren, die den ersten Tauschtisch in den Stellinger Weg brachten, wissen nicht, wie viele Menschen sich um den Tisch kümmern.

Foto: Annika Demgen
Foto: Annika Demgen

Fest steht jedoch, dass viele sich über die Ankündigung vom Bezirksamt ärgern: „Dieser Tisch ist eine Bereicherung für das ganze Quartier, vom Kind bis zum Rentner“, äußert sich ein anonymer Anwohner in einem offenen Brief, ebenfalls im Stellinger Weg ausgehängt, „genau hier ist Bürgernähe gefragt, genau hier wünschen sich die Bürger Unterstützung“. Auf Facebook kommentiert eine Nutzerin namens Katrin: „Meine Güte. Das Bezirksamt scheint ja irgendwie nicht ausgelastet zu sein. Vielleicht sollte es seine freien Kapazitäten mal darin investieren, die Paragraphen des Hamburger Wegerechts mit der Realität abzugleichen.“

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