Feuerwehrschau in Lokstedt
Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt in der Vogt-Wells-Straße. Es herrscht fröhliches Gedränge zwischen Informationsständen, Spielen und Restauration.
Von Anja von BihlViele Eltern sind mit ihren Kindern gekommen, die in die Feuerwehrautos klettern und sich alles genau ansehen. In einer kleinen Halle ist ein Museum mit Bildern von Einsätzen und historischen Urkunden aufgebaut.
Dann eine Übung: Aus einem Unfallfahrzeug muss eine Fahrerin herausgeholt werden, die sich nicht allein befreien kann. Zunächst wird sie medizinisch versorgt. Dann kommen Zangen, Schneidgeräte und Muskelkraft zum Einsatz. Auch die Jugendfeuerwehr hilft mit.
Wehrführer Peter Kleffmann beschreibt über Lautsprecher aus dem Einsatzfahrzeug, was seine Kameraden gerade machen und klärt nebenbei ein Missverständnis auf. Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht etwa nur eine Hilfstruppe der Berufsfeuerwehr, sondern sie ist auf genau dem gleichen Ausbildungs- und Leistungsstand wie die Kollegen. Am Einsatzort sieht man nicht unbedingt, wer von beiden da gerade an der Arbeit ist.
So, die „verunglückte“ Autofahrerin ist befreit und wird auf der Liege zum Rettungswagen transportiert. Das Autowrack ist in viele Teile zerlegt. Bemerkenswert, wie schnell und geordnet alles abläuft.
Engagiert seit fast 130 Jahren
Seit 1885 gibt es die Freiwillige Feuerwehr Lokstedt, damals gehörte der Ort noch zur Preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Heute fährt sie mehr als 250 Einsätze jährlich hier und in den angrenzenden Stadtteilen. Ehrenamtlich sind die Männer und Frauen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit.
Peter Kleffmann beschreibt mit einem Leuchten in den Augen, wie engagiert er und seine Kollegen sind. „Manchmal ist es schon ein bisschen wahnsinnig!“ Und wer einmal dabei ist, gibt die freiwillige Lösch- und Rettungsarbeit so leicht nicht wieder auf. Ganz selten einmal steigt jemand wieder aus, meist aus Gesundheitsgründen.
Am Ende des Tages waren es – geschätzt – 2.000 Besucher, die sich informiert, Spiele gespielt, die großen Fahrzeuge erkundet und die Feuerwehrleute bei der Arbeit bewundert haben.
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Fotos: Anja von Bihl

