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Fahrradwege aus Solarmodulen

In Holland wird derzeit ein Solarfahrradweg gebaut. Wäre ein Fahrradweg, der Strom erzeugt, mit Aufladestationen für E-Bikes und E-Cars auch ein Konzept für die Alster?

Von Franziska Martin

Unter dem Namen „Solar Roadways“ wird in Krommenie, nördlich von Amsterdam derzeit  ein 70 Meter langer Fahrradweg aus Solarzellen gebaut und auch in Amerika existiert ein ähnliches Projekt.

Kleine Anfrage an den Eimsbütteler Bezirksamtsleiter

Wenn es nach dem dem Eimsbütteler Bezirksabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) geht, sollte diese Technologie auch beim Bau des neuen Fahrradweges an der Außenalster zum Einsatz kommen. Er hat dazu heute eine kleine Anfrage an den Eimsbütteler Bezirksamtleiter Torsten Sevecke gestellt. Der Belag soll aus Solarmodulen bestehen und somit gleichzeitig als Energiequelle fungieren. Außerdem sollen direkt am Fahrradweg Aufladestationen angebracht werden. Den Strom, der durch den Fahrradweg gewonnen wird, könnten E-Bike und E-Car-Nutzer direkt an den dort platzierten Aufladestationen entnehmen. Teure logistische Kosten, für einen Transport des gewonnen Stroms, würden so entfallen. Parkplätze nah an den Aufladestationen für E-Bikes und E-Cars sollen eventuell auch entstehen. „Es geht darum einen innovativen Denkprozess für den Bau von Fahrradwegen anzustoßen“, so Müller-Sönksen gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten.

Staatlich und privat finanziert

Das herkömmliche Stromnetz beruht auf Wechselstrom, welcher die Richtung periodisch wechselt. In den Solarzellen hingegen wird aus der Sonnenstrahlung Gleichstrom gewonnen, dessen Richtung und Stärke sich nicht ändert. Die sonst übliche Umwandlung von Solarstrom in Wechselstrom soll bei Müller-Sönksens Konzept umgangen werden, damit durch die Umwandlung kein Stromverlust entsteht. E-Bikes und E-Cars sollen den Gleichstrom direkt aufnehmen. Auch die Sicherheit der Fahrradfahrer ist ein weiteres Thema bei den Überlegungen zu einem Fahrradweg aus Solarmodulen. Müller-Sönksen schließt dabei eine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg nicht aus, um eine bessere und sicherere Leistungsfähigkeit der Solarmodule zu erzielen. Finanziert werden könnte das Projekt durch die Nutzer der Aufladestationen, durch Gelder von privaten Unternehmen und staatliche Förderung.

Solarzellen auch auf öffentlichen Plätzen, Fußwegen oder Brücken?

Zunächst will Müller-Sönksen nun mit den anderen Parteien in der Bezirksversammlung in einen Dialog treten. Im nächsten Schritt möchte er zusammen mit zwei weiteren Bezirksabgeordneten einen Prüfungsauftrag an den Senat  einreichen. Bei dem Auftrag soll beispielsweise geprüft werden, wie teuer die Umsetzung eines Fahrradwegs aus Solarmodulen wäre. Frühestens 2016 erwartet Müller-Sönksen eine Umsetzung der Pläne, sollten diese vom Senat genehmigt werden. Ob dann der ganze Fahrradweg um die Alster aus Solarmodulen bestehen soll, sei noch nicht klar, so Müller-Sönksen. In erster Linie gehe es ihm um die Idee, die laut Müller-Sönksen auch durchaus auf öffentliche Plätze, Fußwege oder Brücken ausgeweitet werden könnte – sollte sie Erfolg haben.

Problematik

Die Problematik bei einem solchen Konzept sieht Bernhard Weyres-Borchert, zuständig für die technische Beratung im SolarZentrum Hamburg, vor allem bei der zu erwartenden Verschmutzung der Solarmodule durch die Fahrräder und äußere Einflüsse wie Regen, Wind und Laub. So verschmutze ein horizontal gebautes Solarmodul relativ schnell, da der Selbstreinigungseffekt durch Regen fehlt. Auch Themen wie Vandalismus und Diebstahl der Solarmodule müssten beachtet werden. Bei den Aufladestationen für E-Bikes und E-Cars müsse man außerdem bedenken, dass die Aufladedauer hier relativ lange ist und man so nicht mal eben schnell das E-Bike aufladen könne. Insgesamt wäre die Idee zwar nett gedacht, die Umsetzung schätzt Weyres-Borchert aber als problematisch ein.

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