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Das Bezirksamt bekommt einen Fair-o-mat. Foto: Fair-o-mat / Meisel & Hamelmann GbR
Das Bezirksamt bekommt einen Fair-o-mat. Foto: Fair-o-mat / Meisel & Hamelmann GbR
Fair Trade

Faire Snacks für das Bezirksamt

Das Bezirksamt Eimsbüttel bekommt einen „Fair-o-mat“: einen Snackautomaten bestückt mit fair gehandelten Produkten. Das Altonaer Rathaus machte den Anfang mit dem ersten Exemplar der Stadt, weitere öffentliche Gebäude folgen dem Beispiel und unterstützen den fairen Handel in Hamburg.

Von Vanessa Leitschuh

Ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiges Eimsbüttel: Das Bezirksamt bekommt einen neuen Snackautomaten – stromlos und gefüllt mit fair gehandelten Bio-Produkten.

Der Fair-o-mat ist ein Verkaufsautomat, welcher nur nachhaltige Produkte enthält und komplett mechanisch funktioniert – ohne Stromanschluss, Beleuchtung oder Kühlung. Somit ist er ab Aufstellung komplett CO²-neutral. Außerdem sind die Snackautomaten aufgewertete Altgeräte. Die Hersteller kaufen die Warenbezugsautomaten an und arbeiten sie neu auf.

Welche Snacks die Automaten enthalten sollen, kann individuell bestimmt werden. Dabei ist die Auswahl vielfältig: von fairen Schokoriegeln über vegane Fruchtgummis bis hin zu Bio-Cashewkernen.

Nachhaltige Snacks auch im Altonaer Rathaus

Die Fair-o-maten werden europaweit verkauft, allein in Deutschland gibt es schon hunderte der Snackautomaten. Der erste Fair-o-mat Hamburgs steht seit letztem Jahr im Altonaer Rathaus, weitere öffentliche Gebäude sollten folgen.

So auch das Bezirksamt Eimsbüttel: Die Bezirksversammlung beschloss im Dezember die Anschaffung des Automaten. Nun wird der Antrag geprüft. Wann der Automat ins Bezirksamt einzieht, steht noch nicht fest.

Die Kosten für einen Fair-o-mat liegen zwischen 1.200 und 1.450 Euro. Da es aufgearbeitete Geräte sind, sind sie in der Anschaffung günstiger als neue Automaten.

Die Welt fair-bessern

Die Schöpfer des Fair-o-mat Hendrik Meisel und Klaus Hamelmann engagieren sich schon seit vielen Jahren für den fairen Handel.

Handel ist dann fair, wenn er den Prinzipien der ökonomischen, ökologischen und sozialen Gerechtigkeit folgt. Laut der „Fair Trade Company GEPA“ ist Ziel des Fairen Handels, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen hinter den Produkten zu verbessern. Dabei stehen bessere Preise für Kleinbauern und menschenwürdige Arbeitsbedingungen von Plantagearbeitern im Fokus.

“Ich habe auf meinen vielen Reisen in Afrika, Asien und Lateinamerika vor Ort gesehen, was wir durch faires Handeln bewirken können und wie Menschen von Fairtrade profitieren können. Ich möchte dazu beitragen, das Leben von immer mehr Menschen zu fair-bessern!”, erklärt der Geschäftsführer und Referent für Fairen Handel Hendrik Meisel.

Dabei müssten auch die Konsumenten sensibilisiert und auf die Herstellungsbedingungen der Produkte hingewiesen werden: “Wichtig ist, dass uns, als Konsumenten und Konsumentinnen nicht mehr egal ist, woher unsere Produkte kommen und wer sie zu welchen Konditionen herstellt”, erklärt Klaus Hamelmann, der vor allem für die Fertigung und Logistik der Automaten zuständig ist.

„Fairtrade-Town Hamburg“

In der Hansestadt ist der Faire Handel schon seit Langem ein Thema. Im letzten Jahr erhielt die Stadt zum dritten Mal die Auszeichnung als „Fairtrade-Town“. Damit ist Hamburg seit Beginn der Kampagne „Fairtrade-Towns“ im Jahr 2011 eine der von TransFair e.V. ausgezeichneten Städte, die Engagement für den Fairen Handel in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zeigen.

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