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"Die Kinder" feiert im September Premiere in den Hamburger Kammerspielen. Foto: nicostockshutterstock.com
Mit der Inszenierung von "Die Kinder" eröffnen die Hamburger Kammerspielen die neue Spielzeit. Foto: nicostockshutterstock.com
Theater

Hamburger Kammerspiele starten in die Jubiläumssaison

Die Hamburger Kammerspiele feiern 75. Geburtstag. Mit fünf Premieren startet das Theater in Rotherbaum im September in die Jubiläumssaison – Corona-konform und mit Mathieu Carrière.

Von Vanessa Leitschuh

Eine neue Requisite ist ins Theater eingezogen: Ein Zollstock liegt ausgebreitet auf der Bühne, markiert die 1,50 Mindestabstand, den die Schauspieler beim Spielen einhalten müssen. Er erinnert auch daran, dass Corona weiterhin eine Rolle spielen wird – die Hoffnung bleibt, dass es nur eine Nebenrolle sein wird.

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Am Freitag präsentierten Intendant Axel Schneider, Künstlerischer Leiter Sewan Latchinian und Chefdramaturgin Anja Del Caro das Program der neuen Saison an den Hamburger Kammerspielen. „Wir haben es geschafft, den Spielplan so zu erhalten, wie wir es geplant hatten“, erklärt Intendant Axel Schneider.

Zwar vor reduziertem Publikum – 140 Karten pro Aufführung bei 419 Sitzplätzen – doch im September startet das Theater in die neue Saison. Mit Hygienekonzept: Spielen mit Abstand. Weniger Publikum. Keine Pausengespräche. Die Stücke sollen durchlaufen, um soziale Kontakte zu reduzieren.

75 Jahre Hamburger Kammerspiele

Und es wird eine besondere Saison: Vor 75 Jahren, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, gründete Ida Ehre die Hamburger Kammerspiele. Dieses Jubiläum will das Theater mit einer feierlichen Gala begehen.

Ob die Feier am tatsächlichen Geburtstag im Dezember stattfinden kann, steht noch nicht fest. Axel Schneider hofft, den Festakt vor „einem vollen Saal“ begehen zu können und würde das Event auch ins neue Jahr verschieben.

Super-GAU im Theater

Derzeit laufen die Proben für die erste Premiere: „Die Kinder“ macht am 6. September den Auftakt. Das Stück stammt von der englischen Autorin Lucy Kirkwood. „Sie ist eine der aufregendsten Autorinnen der Gegenwart“, so Chefdramaturgin Anja Del Caro. Sie verstehe es wie keine andere, Menschen in ihrem kleinsten Kosmos zu betrachten, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

Unter der Regie von Sewan Latchinian spielen Mathieu Carrière, Marion Kracht und Marion Martienzen die Rentner Hazel, Robin und Rose. Nach einer Naturkatastrophe kommt es zum Super-GAU in einem Reaktor, den die drei mitaufgebaut haben. Während die junge Generation die Folgen bekämpft, verfügen die Alten über Wissen, das helfen könnte. Doch damit würden die Rentner ihr leben aufs Spiel setzen. Helfen sie den Kindern – oder nicht? Die Inszenierung verspricht einen bewegenden Abend zu der Frage, ob ältere Generationen der jüngeren die Zukunft geraubt haben.

Die Kammerspiele in der Europapassage

Am 8. November folgt eine deutsche Erstaufführung: „Die Deutschlehrerin“ nach dem Roman von Judith W. Taschler (Bühnenfassung von Thomas Kauß) erzählt einen Beziehungskrimi. Unter der Regie von Axel Schneider interpretieren die Schauspieler Regula Grauwiller und Stefan Gubser das Versprechen „Bis dass der Tod euch scheidet“ neu.

Stefan Gubser und Regula Grauwiller spielen in „Die Deutschlehrerin“ ein früheres Traumpaar, das scheinbar zufällig wieder aufeinander trifft. Foto: Alberto Venzago

Mit einem Stück „fürs Herz“ möchte das Theater in die Weihnachtszeit starten: In „Josef und Maria“ treffen zwei Einsame in einem geschlossenen Kaufhaus aufeinander. So entstand eine ungewöhnliche Kooperaion: An acht Terminen soll das Stück in der Europapassage zu sehen sein.

Für die zweite Hälfte der Spielzeit stehen als neue Stücke der Klassiker „Stella“ von Johann Wolfgang von Goethe und „Die Reißleine“ von David Lindsay-Abaire an.

Auch Stücke der letzten Saison nimmt das Theater wieder auf. Das deutschlandweit gefeierte Stück „Marias Testament“ mit Nicole Heesters wird an zwei Terminen im November zu sehen sein. Zwei Stücke mit und von Gilla Cremer kehren zurück: „Was man von hier aus sehen kann“ und „Die Dinge meiner Eltern“. „Glücklich in 90 Minuten“ wird das Silvesterstück und die erfolgreiche Tragödie „Eine verhängnisvolle Affäre“ mit Alexandra Kamp steht für März auf dem Spielplan.

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