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Der stolze Pate Andreas Böhle befreit sein Beet von Unkraut. Foto: Lena Jürgens
Mit Blumen ein Zeichen setzen

Helden des Viertels: Andreas Böhle

Andreas Böhle setzt sich durch und für Eimsbüttels Grün ein: Sein Bürgerbeet inmitten des Straßendschungels blüht und wächst – trotz anfänglichen Ärgers mit dem Bezirksamt. Der Guerilla Gärtner rettete außerdem das Tauschhaus am Stellinger Weg.

Von Lena Jürgens

Seit 2011 kultiviert Andreas Böhle im wahrsten Wortsinn Eimsbüttels Grünstreifen: Auf den sonst brachliegenden, zertrampelten und vermüllten Flächen setzt er Blumen und sät Pflanzen aus. Sein Ziel: ein wenig Farbe in die triste Stadtlandschaft bringen.

Vier Jahre später, im Sommer 2014 ist sein gepflegtes Beet an der Ecke Wiesenstraße/Heußweg über Nacht verschwunden – eingeebnet vom Bezirksamt. Der Grund: Böhle pflanzt die Blumen „ohne Sondernutzungsgenehmigung auf öffentlichem Raum.“

Doch der „Guerilla Gärtner“ lässt sich nicht so schnell kleinkriegen: „Beharrlichkeit, Durchsetzungsfähigkeit und das Finden kreativer Lösungen gehören zu meinen Stärken“, sagt er über sich selbst.

Der Guerilla-Gärtner von Eimsbüttel gewinnt

Und in seinem Bestreben, das Blumenbeet wieder zum Blühen zu bringen, ist er nicht allein. Die Eimsbütteler Nachbarschaft schließt sich ihm an und steht mit gemeinsamen Protestaktionen hinter ihm und seinem Beet. Böhle pflanzt derweil weiter Blumen – und dokumentiert die Lage regelmäßig mit Fotos. Die gesammelten Unterlagen nimmt er mit zum Bezirksamt. Dort hat das Bürgerbeet zuvor schon für Diskussionsbedarf gesorgt.

Im Dezember 2014 wird seine Beharrlichkeit schließlich mit Erfolg gekrönt: Die Bezirksversammlung beschließt, dass Bürgerbeete künftig unterstützt und Patenschaften vergeben werden sollen. Andreas Böhle wird ganz offiziell zum Beet-Paten ernannt.

Das Bürgerbeet Ecke Wiesenstraße/Heußweg. Foto: Lena Jürgens
Das Bürgerbeet Ecke Wiesenstraße/Heußweg. Foto: Lena Jürgens

Eine offizielle Patenschaft übernimmt Böhle auch im Februar dieses Jahres für das Tauschhaus im Stellinger Weg. Das Nachbarschaftsprojekt droht zu scheitern, denn ohne Antragsteller, der haftet, soll es geschlossen werden. Das verhindert Andreas Böhle  – auch hier setzt er sich mit den Behörden auseinander und behauptet sich. Das Tauschprojekt bleibt.

Der Tauschtisch ist zum Tauschhaus geworden. Foto: Lena Jürgens
Der Tauschtisch ist zum Tauschhaus geworden. Foto: Lena Jürgens

An dem Tauschhaus schätzt Böhle besonders die Gespräche mit Nachbarn und den Austausch mit verschiedenen Menschen, die er vor Ort trifft. Und er pocht auf den Aspekt der Nachhaltigkeit: „Ich will nicht, dass gut erhaltene Sachen weggeschmissen werden“, sagt er mit Nachdruck. Und damit die „guten Sachen“ auch im Tauschhaus erhalten bleiben, hat Böhle gleich dafür gesorgt, dass sein neues Patenkind wetterfest ist: Die Übergangslösung aus Bretterverschlägen ist verschwunden. Ein massives Holzkonstrukt mit Dach in dunklem Grün rahmt den Tauschtisch ein.

Das Viertel ist ein bisschen grüner und das Tauschhaus gerettet worden. Andreas Böhle lächelt zufrieden.

Alle Kandidaten findet ihr in der Übersicht. Ab dem 10. Oktober könnt ihr auf unserer Facebook-Seite abstimmen, wer euer “Held des Viertels 2016” wird.

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