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Tauben brüten auf dem Balkon unserer Kolumnistin Susanne Gerlach. Foto: Valentin Hillinger
Auf dem Balkon unserer Kolumnistin Susanne Gerlach brüten Tauben. Foto: Valentin Hillinger
Tag Eims, tagaus

Im Schatten der Rose

Tauben sind die Ratten der Lüfte, heißt es. Aber sie sind auch sehr findig und haben Charme, wie unsere Kolumnistin Susanne Gerlach beobachtet hat.

Von Susanne Gerlach

Wie berichtet, bin ich Opfer einer Fake Rose geworden. Anmutig und unschuldig stand sie im Eingang eines Hauses in der Grundstraße, und war offensichtlich zu verschenken. Ich nahm sie mit, gab ihr ein Heim, wässerte sie täglich, um dann festzustellen: Es war bloß schöner Schein.

Meine Balkon-Tauben hingegen wussten sofort, dass etwas nicht stimmt. Neugierig beäugten sie den Zuwachs, um ihn dann zu Höherem zu bestimmen. Ich ahne davon noch nichts, als ich für ein Wochenende aufs Land fahre.

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Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass meine Turteltauben kleine Äste mit Samen hinter dem Blumentopf horten. Da ich bereits sämtliche leere Töpfe umgedreht habe – die Tauben sehen darin gern ein Komfortnest – denke ich mir nichts dabei. Das hatten wir doch geklärt! Also, womöglich eine kleine Speisekammer.

Als ich wiederkomme, ist es bereits zu spät: Im Schatten des Plastik-Rosenstocks, der nicht begossen werden muss, lässt es sich trefflich brüten. Der Täuberich schleppt unbeirrt Äste an, die sie gekonnt verbaut. Schon ist das erste Ei da – und ich traue mich nicht mehr einzugreifen. Darf ich auch gar nicht, denn laut Tierschutzgesetz sind Wirbeltiere, dazu gehören auch Tauben, während der Brutzeit geschützt.

Brüten ist auch Männersache

Inzwischen haben „wir“ schon zwei Eier, und ich trinke jeden Morgen mit meiner tiefer gelegten Taube Kaffee. Wobei man sagen muss, dass Tauben total auf der Höhe der Zeit sind: Sie wechseln sich nämlich beim Brüten ab. Mal sie – mal er. Mehr Gleichberechtigung geht nicht.

Außerdem bleiben Paare ein Leben lang zusammen. „Meine“ Tauben sind verliebt wie am ersten Tag. Liebkosen und Schnäbeln von morgens bis abends. Außerdem haben sie sehr hübsche, warme, braune Augen. Das sieht nur keiner.

Wasser und Haferflocken

Wie auch immer – die „Schwangerschaft“ stehen wir jetzt gemeinsam durch. Ich reiche Wasser und Haferflocken, und werde mein Küchenfenster wohl erst mal nicht mehr putzen, denn das Nest grenzt genau an meine Balkontür.

Freunde mache ich mir mit diesem Experiment bei den Nachbarn nicht. Egal. Bin eben gut zu Vögeln. Wer meckert, darf gern gucken kommen. 

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