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In der Eissauna wird flüssiger Stickstoff auf bis zu -110°C heruntergekühlt. Foto: Alicia Wischhusen
Erfahrungsbericht

Im Space Shuttle von „body-freeze“

Im Lehmweg 6 hat ein Geschäft eröffnet, das Kälteanwendungen mit flüssigem Stickstoff anbietet. Unsere Autorin Alicia Wischhusen hat die Eissauna getestet.

Von Alicia Wischhusen

Ich fühle mich wie auf einer Raummission. An der Decke des Raums verlaufen silberne Rohre, vor mir steht eine Eissauna, die aussieht wie ein zylinderförmiger Kühlschrank. Claudia Stricker, Inhaberin von body-freeze, steht neben mir. „Später entstehen hier Nebelschwaden – das sieht dann richtig cool aus“, versichert sie mir. Als stünde mir tatsächlich ein Flug ins All bevor, schnellt mein Puls in die Höhe. „Ach, du brauchst keine Angst haben“, lacht Claudia Stricker und bittet mich in eine der Umkleidekabinen.

Erprobt an der Göttinger Football-Mannschaft

Mit body-freeze hat in Hamburg das dritte Geschäft für Ganzkörper-Kälteanwendungen eröffnet. Ihren ersten Kontakt mit Kältekammern habe sie durch ihren Lebensgefährten gehabt, erzählt die 51-Jährige. Dieser sei Mediziner und habe die Göttinger Football-Mannschaft betreut. „Bei Verletzungen werden die Spieler oft mit Kälte behandelt, weil es die Reha verkürzen kann“, sagt Stricker. „Außerdem kann Kälte den Alterungsprozess der Haut verlangsamen und wird daher auch in der Kosmetik verwendet“, erklärt sie.

Die Behandlung mit -110°C kaltem Stickstoff sei vielfältig anwendbar und könne zum Beispiel auch stimmungsaufhellend wirken. „Nach der Anwendung schüttet der Körper Endorphine aus – ähnlich wie beim Achterbahnfahren“, meint Stricker.

Unterwäsche, Wollsocken und Crocs

Sieht schon ein bisschen lustig aus, denke ich beim Blick in den Spiegel. Ich trage Unterwäsche, dicke Wollsocken und Handschuhe. „In der Ecke stehen Crocs, die du anziehen kannst“, ruft Claudia Stricker mir über die Kabinentür zu. Ich schlüpfe in die Gummischuhe und blicke noch mal in den Spiegel. Jetzt ist mein Outfit komplett. Ich trete aus der Umkleidekabine: es kann losgehen.

Claudia Stricker öffnet den „Kühlschrank“ und ich steige hinein. Als sie die Türen schließt, guckt nur noch mein Kopf heraus. Die 51-Jährige startet den Cool-Down per Computer und die Röhre füllt sich mit flüssigem Stickstoff. Ich merke wie meine Beine anfangen zu zittern, die trockene Kälte umhüllt mich vom Hals abwärts.Trotzdem ist es auszuhalten. Claudia Stricker steht die ganze Zeit bei mir und wir unterhalten uns. Auf einmal wird es richtig kalt – ich vermute eine Temperatur von etwa – 20 °C – frage aber sicherheitshalber nach.

Nicht so kalt wie das Hamburger Schietwetter

„Wir sind bei – 110 °C“, sagt Stricker. „Niemals!“, rufe ich erstaunt. Es ist zwar verdammt kalt, aber im Hamburger Schietwetter habe ich definitiv schon mehr gefroren. Dann ist es vorbei und ich betrete wieder festen Boden. Mein Körper kribbelt und ich fasse über die von der Kälte betäubte Haut. „Alles noch da“, stelle ich lachend fest. Zwei Minuten später bin ich wieder angezogen und alles ist wie zuvor. So richtig verändert fühle ich mich nicht. Aber meinen Spaß hatte ich – im Space Shuttle von body-freeze.

Body-freeze, Lehmweg 6

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