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Gerd Müller auf dem Balkon seines Büros. Foto: Fabian Hennig
Gerd Müller auf dem Balkon seines Büros im Geomatikum. Foto: Fabian Hennig
Magazin #5

„In Hamburg kommt das Wetter von oben und nicht von der Seite“

Über das Wetter zu sprechen, ist beliebter Small Talk. Dass das Thema zu weitaus mehr als einem gewöhnlichen Partygespräch taugt, zeigt das Interview mit Gerd Müller vom Meteorologischen Institut der Universität Hamburg. 
Besonders nach diesem Sommer muss über das Wetter gesprochen werden.

Von Fabian Hennig

Herr Dr. Müller, die wichtigste Frage zuerst: Warum war das Wetter diesen Sommer so schlecht?
In diesem Sommer haben mehrere Großwetterlagen sehr lange angehalten. Das ist etwas, das wir seit 10 bis 15 Jahren verstärkt beobachten. Das Großwetter wird eigentlich gemacht durch das Wellenmuster des Jetstreams in großer Höhe. Und die verschieben und verändern sich. In der ersten Hälfte des Sommers hatten wir das Pech, dass das Wellenmuster für uns ungünstig war. Wir lagen in einem Trog. Wir hatten kalte Luft in der Höhe und unten war es relativ warm. Und das hat andauernd diese Schauer und Gewitter gemacht. Deswegen haben wir über weite Strecken einen verregneten Sommer gehabt. Normalerweise bleibt so eine Lage eine Woche, diesmal blieb es über mehrere Wochen.

Das heißt, dass das Wetter nicht nur gefühlt schlecht war?
Nein. Die Durchschnittstemperatur war diesen Sommer gar nicht so niedrig. Tagsüber war es zwar kalt, dafür aber nachts wärmer. Und man kann schon sehr gut vorhersagen, wo und wann Tiefdruckgebiete entstehen, aber das interessiert den Normalbürger gar nicht. Der will nur wissen: Gibt es morgen Nachmittag Regen oder Sonne? Selbst wenn das Tiefdrucksystem genau richtig vorhergesagt wurde, kann es eben sein, dass eine konvektive Wetterlage rauskommt. Auch wenn man die Wetterlage drumherum richtig vorhergesagt hat, kann man immer nur sagen: Wir wissen, es wird in Norddeutschland Schauer geben, aber wir wissen nicht, wo und wann. Bei Sprechwetterberichten wird dann Larifari geredet. Die reden von „örtlich Schauergefahr“.

Wie bei Wetterapps auch?
Wetterapps sind so einfach geworden, entweder ist nachmittags nur Regen oder nur Sonne. Und der Bürger sagt dann: „Die Wettervorhersage ist ja total verkehrt. 100 Prozent falsch.“ Und alles drumherum ist richtig. Und das macht das persönliche Gefühl aus. Wie über weite Strecken diesen Sommer. Wenn man das Publikum dazu erziehen würde, ein größeres Verständnis zu entwickeln, wie das alles funktioniert, dann würden auch Wetterprognosen anders aufgenommen werden.

Du willst wissen, wie es weitergeht? In unserem Magazin #5 kannst du die ganze Geschichte lesen. Erhältlich ist das Magazin seit 27. Oktober am Kiosk oder gleich hier online.

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