Kay Gätgens verteilt Biotüten in Niendorf
Rüdiger Siechau, Michael Pollmann und Kay Gätgens wollen die Mülltrennung in Eimsbüttel verbessern. Foto: Karoline Gebhardt
Stadtreinigung Hamburg

Kay Gätgens verteilt Biotüten in Niendorf

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens und die Stadtreinigung Hamburg haben am Donnerstag Biotüten auf dem Wochenmarkt in Niendorf verteilt. Mit der Aktion am Tibarg will der Bezirk Problemen bei der Mülltrennung entgegenwirken.

Zwischen Fisch, Obst und bei Hamburger Schietwetter verteilte der neue Bezirksamtsleiter Kay Gätgens am Donnerstagmorgen Biotüten auf dem Wochenmarkt am Tibarg in Niendorf. Unterstützt wurde er dabei von Umweltstaatsrat Michael Pollmann und dem Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg, Rüdiger Siechau.

Die Biotüten sollen zukünftig einem Problem entgegenwirken, das in vielen Hamburger Haushalten die Normalität darstellt: Trotz Mülltrennung verwenden viele Menschen für den Bioabfall Mülltüten aus Plastik. Diese gelangen im Anschluss mit dem Biomüll in der grünen Tonne. Damit stören sie jedoch die Kompostierung und somit die Umwandlung in Biogas. Die Biotüten jedoch bestehen aus mit Wachs beschichtetem Papier und sind problemlos kompostierbar, so die Stadtreinigung Hamburg. “Auch in feuchtem Zustand bleibt die Biotüte stabil, reißfest ist sie ebenfalls. Sie ist quasi ein Hightechprodukt”, erläuterte Rüdiger Siechau.

Wochenmärkte als kommunikativer Treffpunkt

Der Wochenmarkt Niendorf war am Donnerstagmorgen gut besucht. Zwischen den Menschen, die ihre Einkäufe erledigten, hatte die Stadtreinigung einen Stand aufgebaut. Zu Anfang hielt Kay Gätgens eine kurze Ansprache, in der er den Zweck der Aktion erläuterte: “Wir wollen die Benutzung der Biotonne attraktiver machen.” Im Anschluss verteilten die Stadtreinigung, Rüdiger Siechau, Michael Pollmann und Kay Gätgens die Biotüten an die Besucher des Wochenmarktes und erklärten im persönlichen Gespräch den Sinn der Aktion.

Der Wochenmarkt Niendorf sei der ideale Standort, da er seit knapp 40 Jahren bestehe und stets gut besucht sei, meinte Gätgens. “Die Niendorfer sind ein engagiertes Völkchen”, schmunzelte er. “Außerdem spielen Wochenmärkte eine wichtige Rolle. Sie sind die soziale Mitte, stellen einen kommunikativen Treffpunkt dar.” Gätgens sieht den Wochenmarkt Niendorf als Impulsgeber, um in Zukunft auch auf anderen Wochenmärkten mit den Bürgern ins Gespräch kommen zu können.

Die Biotüten bleiben kostenfrei

Die Biotüten werden sich in den nächsten drei Monaten behaupten müssen. Die Stadtreinigung Hamburg wird in diesem Zeitraum die Kundenrückmeldungen auswerten und sie vom INFA-Institut (Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur) untersuchen lassen. Zusätzlich soll beobachtet werden, wie sich die Biotüten im Biogas- und Kompostwerk verhalten.

Die Biotüten sind kostenfrei und werden bis Ende März von den Obst- und Gemüsehändlern sowie von der Stadtreinigung auf den Wochenmärkten in Eimsbüttel verteilt. Pro Markttag sollen rund 500 Papiertüten an die Verbraucher gehen. Desweiteren können sie auf dem Recyclinghof Krähenweg 22 in Niendorf in Paketen zu zehn Stück abgeholt werden. Auch Budnikowsky will sich an dem Vertrieb der Biotüten beteiligen.

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