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Petra Günter zusammen mit Hund Gismo vor dem neuen Laden im Eppendorfer Weg. Foto: Anna Korf

Neueröffnung

Kündigung: “CangoKids” musste umziehen

Petra Günter und ihr Mann Herbert leben seit Ende der 1980er Jahre in Eimsbüttel. Vor 15 Jahren eröffneten sie ihren Schuhladen in der Bismarckstraße. Im Dezember letzten Jahres erhielten sie die Kündigung für das Geschäft und mussten in den Eppendorfer Weg umziehen.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Die Inhaber befürchteten schon länger, dass ihnen die Räumlichkeiten in der Bismarckstraße gekündigt werden könnten. Dementsprechend hätten sie sich nach passenden Immobilien umgeschaut und seien so auf die Lokalität im Eppendorfer Weg 178 aufmerksam geworden. “Es war uns wichtig, im Viertel zu bleiben”, erzählt Petra Günter, die den Schuhladen “CangoKids” zusammen mit ihrem Mann Herbert betreibt. Das Paar besitzt eine weitere Filiale in Poppenbüttel. Die meisten Kunden kämen aber aus Eimsbüttel, Altona und der Schanze. “Um den Kundenstamm zu behalten, muss man in seinem Umfeld bleiben”, erklärt sie.

Kündigung kurz vor Weihnachten

“Kurz vor Weihnachten hatten wir die Kündigung im Briefkasten”, erzählt die Inhaberin. Nicht nur CangoKids, sondern allen Gewerbetreibenden in dem Haus sei gekündigt worden. Was schlussendlich dort entstehen soll, könne sie nicht sagen. “Man munkelt, dass dort Wohnungen mit Vorgarten entstehen sollen”, sagt Petra Günter.

Den Gewerbetreibenden wurde zugesichert, dass es im Haus kein Gewerbe mehr geben solle. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt versicherte der Hauseigentümer Helmut Köhler, dass sie die Bismarckstraße als Wohnstandort sähen und daher vernünftigen Wohnraum schaffen wollen.

“Nur wenige gute Kinderschuhhersteller”

In den neuen Räumlichkeiten im Eppendorfer Weg sei früher eine Bäckerei gewesen, so Petra Günter. Inzwischen lässt sich kaum noch erahnen, dass das Geschäft einmal eine Bäckerei mit Backstube war. Heute säumen Schuhregale die Wände, für die Kinder gibt es Kuscheltiere. “Der hintere Teil ist jetzt als Wohnung abgeteilt”, berichtet sie.

“Wir wollten ein Produkt für gesundes, gutes und bequemes Laufen machen”, antwortet sie auf die Frage, wieso sie ein Geschäft für Kinderschuhe eröffnet habe. “Es gab damals nur wenige gute Kinderschuhhersteller”, so die Inhaberin. “Wir sind ein Familienunternehmen ohne Zwischenhändler oder große Marketingabteilung”, betont sie. Aktuell arbeitet ein siebenköpfiges Team im Laden.

Mütter kaufen auch

In Bezug auf das Material ist Nachhaltigkeit für den Betrieb wichtig. CangoKids verwende ausschließlich Naturleder sowie Naturlammfelle aus geprüfter Herkunft, stellt Petra Günter fest. Ihre Produkte lassen sie in Handarbeit in einer kleinen Schuhmanufaktur in Ungarn fertigen.

Das Geschäft führt die Größen 20 bis 40. Petra Günter legt bei ihren Schuhen Wert auf ein neutrales und schlichtes, aber farbiges Design. Wenn sie passen, würden die Schuhe auch Mütter kaufen, erzählt sie. “Bei uns gibt es keine Feuerwehrmänner und Eisprinzessinnen auf den Schuhen”, schmunzelt die Inhaberin.

Anna Korf
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