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Ti Breizh, Eppendorfer Weg 161. Foto: Liv Narten
Gastronomie

La Petite France – mitten in Eimsbüttel

Zwischen Eppendorfer Weg und Osterstraße erstreckt sich das kleine Frankreich. Eine kulinarische Reise – mitten in Hamburg.

Von Liv Narten

Boutique du par ici

Wer im Eppendorfer Weg 105 an der Boutique du par ici vorbeiläuft, wird schnell von Tartes, Quiches und frischen Croissants angelockt. Das Café gibt es seit sechs Jahren – und vieles hier wirkt so, als könnte es direkt aus einer kleinen Straße in Paris stammen.

Die Inhaberin kommt selbst aus Frankreich, ebenso wie ihre Mitarbeiterin. Entsprechend authentisch ist das Angebot: klassische französische Patisserie mit viel Handarbeit. Besonders empfohlen werden die Apfeltarte und die Quiche. Viele französische Gäste finden regelmäßig den Weg hierher, auch wegen der nahegelegenen französischen Schule. Gleichzeitig hat sich das Café bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern zum Stammplatz entwickelt.

Maison Émilie

Seit drei Jahren bringt das Café in der Emilienstraße 78 französisches Flair nach Eimsbüttel. Schon beim Betreten fällt auf: Hier dreht sich alles um klassisches französisches Gebäck. Croissants, Pain au Chocolat und herzhafte Quiches liegen in der Auslage, dazu kommen frische Salate und Kaffeespezialitäten.

Besonders beliebt ist die „Quiche Julie“ mit Ziegenkäse, Lauch und Walnüssen. Auch die Croissants gehören für viele Stammgäste inzwischen fest zum Wochenende dazu. Es überrascht nicht, dass sich hier regelmäßig französische Gäste treffen. Rund die Hälfte des Teams kommt selbst aus Frankreich. Diese Mischung aus Hamburger Nachbarschaftscafé und authentischer französischer Boulangerie verleiht Maison Émilie seinen Charme.

Maison Émilie, Foto: Liv Narten
Maison Émilie, Foto: Liv Narten

Ti Breizh

Bretonische Streifen, maritime Einrichtung und der Duft von frisch gebackenen Galettes: Das Ti Breizh bringt seit November 2025 ein Stück Bretagne nach Eimsbüttel. Das Restaurant im Eppendorfer Weg 161 ist der dritte Standort der bekannten Hamburger Crêperie, deren erstes Lokal 1998 in der Deichstraße eröffnet wurde.

Das gesamte Konzept orientiert sich an der Bretagne – vom Interieur bis zur Speisekarte. Französische Begrüßungen gehören hier genauso dazu wie herzhafte Galettes und süße Crêpes. Wer zum ersten Mal eine Galette probiert, dem wird die klassische „Complète“ mit Ei, Käse und Kochschinken empfohlen. Wer experimentierfreudiger ist, sollte die „Menezdu“ versuchen: eine Kombination aus Morbier-Käse, Schinken, Champignons, Zwiebelkonfitüre und Salat.

Vor allem die typisch französischen Streifenmuster gelten inzwischen als Markenzeichen des Restaurants und sorgen dafür, dass man sich während eines Besuchs eher wie an der bretonischen Küste als mitten in Hamburg fühlt.

Foto: Ti Breizh
Foto: Ti Breizh

Léonie Corentin Chocolatier

Seit viereinhalb Jahren entstehen im Eppendorfer Weg 266 außergewöhnliche Pralinen und Schokoladenkreationen. Hinter Léonie Corentin Chocolatier stehen zwei Menschen, die ihr Wissen direkt aus Frankreich mitgebracht haben: Corentin kommt aus Frankreich, Léonie hat dort gearbeitet und das Handwerk gelernt.

Viele Zutaten kommen ebenfalls aus Frankreich, und das schmeckt man. Zu den gefragten Sorten zählen Basilikum, Salz-Karamell und Haselnuss-Nougat. Gleichzeitig gibt es auch viele fruchtige Varianten – von Orange bis Basilikum.

Der Laden lebt von der Idee, Neues auszuprobieren. Statt nur auf bekannte Geschmäcker zu setzen, möchten die Chocolatiers ihre Kundschaft überraschen. Daher wird der Besuch schnell zu einer kleinen Entdeckungsreise neuer Geschmäcker.

Léonie Corentin Chocolatier, Foto: Liv Narten

La Belle France

Erst seit wenigen Wochen befindet sich La Belle France im Eppendorfer Weg 268. Davor war das Feinkostgeschäft im Grindelviertel zuhause. Der Umzug scheint gelungen: Zwischen Weinen, Sardinen, Ölen und Aufstrichen herrscht durchgehend Betrieb.

Fast alle Produkte stammen direkt aus Frankreich oder aus grenznahen Regionen. Die Inhaberinnen reisen selbst durchs Land, um kleine Produzenten und neue Spezialitäten zu entdecken. Besonders beliebt sind die vegetarischen Pasteten, verschiedene Käsesorten und die große Weinauswahl.

Doch der Laden möchte mehr sein als nur ein Feinkostgeschäft. Viele Kundinnen und Kunden kommen hierher, um für einen Moment das Gefühl zu haben, zu verreisen. Düfte, Musik und Gespräche schaffen eine Atmosphäre, die eher an einen kleinen Laden in Südfrankreich erinnert als an einen Einkauf in Hamburg. Besonders wichtig ist den Betreiberinnen dabei der persönliche Kontakt: Wer Zeit mitbringt, bekommt ausführliche Beratung, darf probieren und kommt oft schnell ins Gespräch.

Café L’Artisan

Das jüngste französische Café im Eppendorfer Weg 254 hat erst am 25. April 2026 eröffnet und trotzdem hat sich der Name schnell herumgesprochen. Im Café L’Artisan wird täglich frisch gebacken: Croissants, Pain au Chocolat, Macarons und Zitronentartes füllen die Theke.

Besonders beliebt ist das Pain au Suisse. Der Inhaber empfiehlt aber vor allem das Croissant und die Tarte au Citron. Besonders stolz ist man hier auf die Handarbeit: Alles wird frisch hergestellt, viele Rezepte und Techniken stammen direkt aus Frankreich.

Interessant ist dabei die Geschichte der Betreiber. Obwohl sie selbst nicht aus Frankreich kommen, haben sie über 15 Jahre lang mit französischen Küchenchefs gearbeitet und dort ihr Handwerk gelernt. Nach Angaben der Betreiber ist die Nachfrage seit der Eröffnung hoch. Bereits mittags ist vieles ausverkauft und es wird häufig nachgebacken.

Café L’Artisan, Foto: Liv Narten

Crêperie Monsieur Rémi

Seit Ende 2018 serviert die Crêperie Monsieur Rémi bretonische Spezialitäten in der Osterstraße 83. Im Mittelpunkt stehen Galettes – herzhafte Crêpes aus Buchweizenteig, die traditionell aus der Bretagne stammen.

Fast alle Zutaten werden direkt aus der Bretagne importiert, nur das Gemüse stammt aus Deutschland. Viele Französinnen und Franzosen besuchen das Restaurant regelmäßig, darunter auch Gäste, die während ihres Hamburg-Urlaubs gezielt hierherkommen. Gleichzeitig hat sich die Créperie im Laufe der Jahre eine treue Hamburger Stammkundschaft aufgebaut.

Wer sich überraschen lassen möchte, sollte nach dem „Spécial du Chef“ fragen – einer Kreation, die nicht auf der Karte steht und je nach Idee des Kochs variiert. Besonders gefragt ist die hausgemachte Fischsuppe, die zu den meistbestellten Gerichten gehört.

Restaurantbesitzer Rémi ist selbst in Frankreich aufgewachsen und hat dort den Großteil seines Lebens verbracht. Heute verbindet er französische Küche mit Hamburger Gastfreundschaft – und genau diese persönliche Atmosphäre zieht viele Gäste immer wieder zurück.


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