Große Fläche, hohe Mieten: Galeria-Filiale in Eimsbüttel vor dem Aus?
Galeria prüft, Filialen in ganz Deutschland zu schließen. Auch Eimsbüttel steht im Fokus. Laut Galeria ist die Fläche zu groß, die Miete zu hoch und die Osterstraße zu schlecht erreichbar.
Von Julia HaasDer Warenhauskonzern Galeria hat eine strategische Neuausrichtung angekündigt. In diesem Rahmen komme es zu Miet- und Flächenverhandlungen. Schließungen könnten folgen. 33 Standorte sind betroffen. Eimsbüttel stehe dabei im Fokus, wie aus einem Statement des Unternehmens hervorgeht.
Galeria-Filiale in der Osterstraße: Fläche zu groß, Miete zu hoch
In den letzten Jahren kam es bei Galeria immer wieder zu Schließungswellen. Im März 2023 hieß es noch, die Filiale an der Osterstraße sei gerettet. Jetzt soll es eine Neubewertung geben.
„Die aktuelle Verkaufsfläche ist zu groß und die Mietbelastung zu hoch für einen wirtschaftlich eigenständig tragfähigen Betrieb”, erklärt der Galeria-Konzern. Nun sollen Verhandlungen mit dem Gebäude-Vermieter folgen.
Galeria möchte in Eimsbüttel bleiben, aber…
Doch Galeria sieht auch die Stadt Hamburg in der Pflicht. Dabei spielt der Konzern wohl auf die andauernde Fernwärme-Baustelle an. „Die Erreichbarkeit des Standorts in der Osterstraße muss verbessert werden”, schreibt das Unternehmen in einem Statement.
Ganz aufgegeben hat Galeria den Standort in Eimsbüttel offenbar noch nicht. Philipp Kretzer von Galeria sagt, der Konzern wolle Teil des lebendigen Stadtteils bleiben. Dafür brauche es aber ein wirtschaftlich tragfähiges Flächen- und Mietkonzept sowie eine bessere Erreichbarkeit. Man setze auf den Dialog mit Stadt und Vermietern. Sollten die Gespräche scheitern, behält sich Galeria vor, Standorte zu schließen.
Schließungen auf der einen, Neueröffnungen auf der anderen Seite?
Galeria betreibt aktuell noch 83 Filialen in Deutschland. Die 33 betroffenen Standorte sollen nun auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit geprüft werden. Zwar stehe der langfristige Erhalt der Filialen im Fokus, doch sei die Profitabilität dafür Grundvoraussetzung. Neben der Filiale in Eimsbüttel sind unter anderem die Filialen in Oldenburg, Wismar und Berlin betroffen.
Grundsätzlich will Galeria an ihrer deutschlandweiten Präsenz festhalten. An einzelnen Standorten könnte dies jedoch auch einen Umzug in besser geeignete Immobilien oder Lagen zur Folge haben. Zudem ist von „selektiven Neueröffnungen” an „strategisch attraktiven urbanen Standorten” die Rede.
Drei Insolvenzverfahren und viele Schließungen
Die wirtschaftliche Grundlage für den Transformationsprozess stellt die US-Investmentgesellschaft „Gordon Brothers“ bereit. Bis zu 160 Millionen Euro sollen fließen.
Galeria hat in den vergangenen Jahren drei Insolvenzverfahren durchlaufen. Dabei kam es immer wieder zu Schließungen von Standorten.
Von Karstadt zu Galeria
Der Warenhauskonzern wurde in den letzten Jahren mehrfach umbenannt. 2019 wurden „Karstadt” und „Galeria Kaufhof” zu „Galeria Karstadt Kaufhof” vereint. Heute trägt das Unternehmen nur noch den Namen „Galeria”. Der Schriftzug am Gebäude in der Osterstraße ist hingegen stets derselbe geblieben.
Anmerkung der Redaktion, 22. Juli 2026, 14:09 Uhr: Der Artikel wurde um weitere Informationen ergänzt.
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