Schranken in der Eimsbütteler Chaussee bleiben bis auf Weiteres außer Betrieb [Update]
Für den Abbruch der Sternbrücke wird die dortige Kreuzung mehr als sechs Wochen gesperrt. Auch auf die umliegenden Straßen in Eimsbüttel hat das Auswirkungen.
Von Julia HaasUpdate vom 20. Juli 2026, 16:22 Uhr: Von einem Sprecher der Deutschen Bahn heißt es auf Nachfrage der Eimsbütteler Nachrichten, die Schranke an der Kreuzung Eimsbütteler Chaussee/Waterloostraße/Bellealliancestraße habe sich als nicht praktikabel herausgestellt. Bis auf Weiteres bleibe sie außer Betrieb.
Um den Verkehr nicht in Richtung Stresemannstraße zu leiten, wurden außerdem diese Maßnahmen ergriffen: „Am Neuen Pferdemarkt wurden die beiden Fahrstreifen in Richtung Stresemannstraße, der zweite Rechtsabbieger aus der Feldstraße in den Neuen Pferdemarkt sowie zwei Fahrstreifen vor dem Knotenpunkt in der Budapester Straße gesperrt.“ Am Millerntor sollen zudem Hinweistafeln für Lkw angebracht werden, nicht in Richtung Stresemannstraße zu fahren.
Update vom 20. Juli 2026, 14:10 Uhr: Am Freitagmorgen wurden die Schranken in der Eimsbütteler Chaussee in Betrieb genommen. Nach Angaben der Polizei haben Beamte daraufhin mehrere Konflikte und gefährliche Situationen in Zusammenhang mit der installierten Schrankenanlage festgestellt. Die Schranken seien deswegen wieder deaktiviert worden.
Die Brückenarbeiten der Deutschen Bahn schreiten voran: Ab dem 17. Juli geht es an den Abriss der Sternbrücke. Im Anschluss soll eine neue Brücke eingesetzt werden. Die Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee wird dafür bis zum 31. August gesperrt.
Für den motorisierten Verkehr bedeutet das in den kommenden Wochen, möglichst weiträumig auszuweichen. Die Verkehrsbehörde hat dafür verschiedene Maßnahmen ergriffen, auch um den Durchgangsverkehr in den angrenzenden Wohnquartieren zu reduzieren. Doch schon im Vorfeld zeigen sich erste Probleme.
Keine Sperrungen auf der A7
Für den motorisierten Verkehr verweist die Verkehrsbehörde auf folgende Ausweichstrecken:
- Elbchaussee – Palmaille – Sankt Pauli Hafenstraße
- Holstenstraße – Reeperbahn/Simon-von-Utrecht-Straße
- Fruchtallee – Schäferskamp – Schröderstiftstraße – Edmund-Siemers-Allee
Zudem würden neun Ampeln mit Sonderprogrammen ausgestattet, um die neuen Verkehrsströme zu leiten. Rund um die Kreuzung an der Sternbrücke sollen LED-Countdown-Tafeln über die Sperrung informieren. Auch im Westen und Osten der Stadt seien Hinweisschilder geplant. Außerdem teilt die Verkehrsbehörde mit, dass es in diesem Zeitraum keine Sperrungen auf der A1 oder A7 geben soll.
Das bedeutet die Sperrung für die Wohnquartiere
Von der Verkehrsbehörde heißt es, man wolle die angrenzenden Wohnquartiere vor Durchgangsverkehr schützen. Die Oelkersallee und die Eiffelerstraße werden zur Einbahnstraße. In der Eimsbütteler Chaussee wurde eine Diagonalsperre eingerichtet.
Die neue Verkehrsregelung rund um die Kreuzung Eimsbütteler Chaussee/Waterloostraße zeichnet sich bereits seit einigen Tagen ab. Während der Sperrung kommen hier Schranken zum Einsatz. Sie sollen dafür sorgen, dass Verkehrsteilnehmer nur noch rechts abbiegen können. Das bedeutet: Wer von Süden kommt, kann nach rechts in die Bellealliancestraße abbiegen; Verkehrsteilnehmer aus dem Norden in die Waterloostraße. Die Schranken zu passieren, also geradeaus durchzufahren, soll ab Freitag nur noch einzelnen Buslinien sowie der Polizei, der Feuerwehr und dem Lieferverkehr möglich sein.
Wird die Einbahnregelung missachtet?
Auf der Waterloostraße gilt bereits seit einigen Tagen im Abschnitt zwischen Heinrichstraße und Eimsbütteler Chaussee eine Einbahnstraßenregelung. Gleiches gilt für den Abschnitt zwischen Eimsbütteler Chaussee und Marthastraße auf der Bellealliancestraße. So soll verhindert werden, dass Verkehrsteilnehmer von diesen Straßen noch auf die Eimsbütteler Chaussee einbiegen können.
Diese neue Verkehrsregelung hat verschiedenen Medienberichten zufolge bereits für Chaos und gefährliche Situationen gesorgt. Demnach berichteten Anwohner von „massiven Verkehrsverstößen“ mit Blick auf die Einbahnregelung.
„Gefährliches Chaos mit Ansage“
Bei der Verkehrsbehörde nachgefragt, ob daraus Konsequenzen gezogen würden, heißt es von einer Sprecherin: „Ja, die Beschilderung ,Durchfahrt verboten‘ wurde ergänzt, sodass einem vorsätzlichen Fehlverhalten von Autofahrern entgegengewirkt werden kann.“
Von einem „gefährlichen Verkehrschaos mit Ansage“ spricht derweil die FDP-Fraktion Eimsbüttel. Dabei verweist die Fraktion auf Gefahren für Radfahrer, Fußgänger und insbesondere Schülerinnen und Schüler, wenn Fahrzeuge verbotswidrig in gesperrte Bereiche fahren würden.
Auch bei der S-Bahn und im Fernverkehr kommt es zu Einschränkungen
Neben den Einschränkungen auf der Straße kommt es auch im Nah- und Fernverkehr zu Ausfällen und Umleitungen. Zwischen dem 17. Juli und dem 30. August fahren zwischen den Haltestellen Sternschanze und Altona keine S-Bahnen. Busse sorgen für einen Ersatzverkehr. Züge, die aus Bergedorf kommen, fahren nicht wie üblich durch den City-Tunnel, sondern verkehren als S2 über Dammtor bis Sternschanze. Die S5 wird hingegen durch den City-Tunnel umgeleitet.
Auch im Regional– und Fernverkehr kommt es zu Ausfällen. Hier sind insbesondere die Halte in Altona und am Dammtor betroffen.
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