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Hamburg Box an der U-Bahnhaltestelle Osterstraße mit vorbeilaufenden Menschen
Lange standen sie verhüllt in der U-Bahnstation Osterstraße: Nun wurden die Hamburg Boxen eröffnet. Foto: Fabian Sigurd Severin
Paketboxen

Pilotprojekt Hamburg Box: Paketboxen an Bahnhöfen

“Ihre Sendung konnte leider nicht zugestellt werden” – dieser Zettel im Briefkasten soll nun Vergangenheit sein. Denn Paketboxen an Hamburger Bahnhöfen sollen Zustellungen erleichtern und umweltfreundlicher gestalten.

Von Fabian Sigurd Severin
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Ab sofort liefern Hermes, DPD und GLS Päckchen in Paketboxen an 15 Hamburger Bahnhöfe. Drei davon liegen in Eimsbüttel. Die erste sogenannte Hamburg Box wurde am Montag am Bahnhof Barmbek eingeweiht.

Als erste Stadt in Deutschland testet Hamburg eine neue, effiziente und umweltfreundliche Lieferform an RE-, S- und U-Bahnhaltestellen. Für das einjährige Pilotprojekt arbeiten die Deutsche Bahn und die Hochbahn mit dem Technologie-Start-up ParcelLock sowie den Logistikern Hermes, DPD und GLS zusammen. Bei Erfolg soll die neue Lieferform auf andere Städte mit ähnlichem ÖPNV-System übertragen werden.

Effizient und umweltschonend 

“Mit der Hamburg Box bieten wir unseren Kunden einen neuen Service, um Wege und Zeit zu sparen”, erklärt Sven Hantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn. Die neue Lieferform richtet sich vor allem an ÖPNV-Nutzer und Pendler, die tagsüber nicht zu Hause sind. Nach Feierabend können sie bestellte Pakete direkt auf dem Heimweg abholen.

Zugleich ermöglicht die Hamburg Box eine “Paketzulieferung mit geringstmöglicher Verkehrs- und Umweltbelastung auf der kritischen letzten Meile”, betont der Geschäftsführer von ParcelLock, Gunnar Anger. Da Pakete damit an einem stets zugänglichen Ort liegen, werden Emissionen von nicht erfolgreichen Lieferungen eingespart.

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Hamburg Boxen in Eimsbüttel

Foto: Fabian Sigurd Severin

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Die Hamburg Box an der U-Bahnhaltestelle Osterstraße

Foto: Fabian Sigurd Severin

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Die Hamburg Box an der U-Bahnhaltestelle Hoheluft

Foto: Fabian Sigurd Severin

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Die Hamburg Box am Bahnhof Dammtor

Foto: Fabian Sigurd Severin

Doch nicht nur Logistikdienstleister können die Hamburg Box nutzen, sondern auch Händler an Bahnhöfen. So können Kunden selbst außerhalb der Öffnungszeiten Bestellungen in den Paketboxen abholen.

Umgekehrt erleichtern die Boxen auch Rücksendungen, indem Online-Einkäufer ihre Retoure einfach hinterlegen. Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden der Hochbahn Henrik Falk bieten sie daher “ganz neue Chancen für lokale Händler und Kunden im HVV”.

Hamburg Box als kostenlose Alternative

Die Paketboxen ersetzen Haustürzustellungen, Nachbarschaftsabgaben und das Hinterlegen von Päckchen an einem sicheren Ort allerdings nicht. Laut Hermes sollen sie diese vielmehr ergänzen.

Bei einer Online-Bestellung können Kunden nun auswählen, ob diese an eine Hamburg Box geliefert werden soll. Entscheiden sie sich dafür, erhalten sie einen Zugangscode zum Öffnen der Box. Dort bleibt das Päckchen dann für 72 Stunden, bevor es – wird es nicht rechtzeitig abgeholt – zum Versender zurückgeschickt wird.

Die Nutzung der Hamburg Box ist kostenlos. Allerdings bieten derzeit nur die Logistikdienstleister Hermes, DPD und GLS diese Lieferform an. Falk forderte jedoch auch die Deutsche Post auf, aus Gründen des Klimaschutzes daran teilzunehmen.

Drei Paketboxen in Eimsbüttel 

Im Bezirk Eimsbüttel gibt es derzeit drei solche Paketboxen:

  • U-Bahnhof Osterstraße (Ausgang über den Fanny-Mendelsohn-Platz oder Karstadt)
  • U-Bahnhof Hoheluftbrücke (Ausgang Grindelberg)
  • Bahnhof Dammtor (bei der Schließfachanlage hinter der Rolltreppe zu Gleis 1 und 2)

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