Service für blinde U-Bahn-Fahrgäste verbessern
Die SPD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft fordert schnelle Verbesserungen für blinde Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr. Einen entsprechenden Antrag reichten die Abgeordneten in der letzten Sitzung vor der Sommerpause ein.
Von Anja von BihlKonkret geht es um Ansagen in den U-Bahnen, auf welcher Seite an der nächsten Station ausgestiegen werden kann. Diese Lautsprecherdurchsagen „Ausstieg links“, „Ausstieg rechts“ gebe es zwar in der S-Bahn standardmäßig, jedoch nicht auf allen U-Bahn-Linien, erklärt Monika Schaal, Abgeordnete für den Wahlkreis Lokstedt, Niendorf, Schnelsen. Darauf habe ein sehbehinderter Bürger aus Niendorf aufmerksam gemacht.
„Oftmals sind es vergleichsweise einfache Maßnahmen,“ sagt Schaal und verweist auf die derzeit laufenden Anstrengungen zur weiteren Barrierefreiheit im Nahverkehr. Wer nicht darauf angewiesen sei, könne kaum nachvollziehen, wie wichtig diese beispielsweise für Sehbehinderte, Senioren oder Familien mit Kindern seien.
Bis 2015 werden weitere 20 U-Bahnhaltestellen in Hamburg barrierefrei sein, dann sind 64 Prozent der Stationen fahrgastfreundlicher.
