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Die Kinder lernen Hand in Hand schwimmen. Foto: SV Eidelstedt
Schwimmen zur Integration

SV Eidelstedt: Schwimmprojekt für Flüchtlingskinder

Der SV Eidelstedt gehört nach neuesten Berechnungen zu den zehn größten Sportvereinen Hamburgs. Ein Anspruch des Vereins: „Sport für alle!“ Diese Idee verfolgt auch Yumiko Haneda, Integrationsbeauftragte des SV Eidelstedt, und stellte in Zusammenarbeit mit der Stadtteilschule Stellingen ein Schwimmangebot für die Flüchtlingskinder der Unterkunft an der Kieler Straße auf die Beine.

Von Louisa Grewe

Mit viel Spaß, Freude und Geduld versucht die Schwimmtrainerin Katja Prahl jede Woche den Kindern ihre Ängste vor dem Wasser zu nehmen. Eine Herausforderung ist die Sprachbarrieren zu überwinden und die Kinder an das Element Wasser zu gewöhnen. Das Ziel des Kurses: Alle Kinder erhalten am Ende der 15 Wochen die Möglichkeit, ein so genanntes Wassergewöhnungsabzeichen zu erlangen oder gar die Prüfung für das Seepferdchen abzulegen.

Der Anspruch des SV Eidelstedt ist „Sport für alle“. Diesem folgt auch die neue Integrationsbeauftragte Yumiko Haneda  und ermöglicht in Zusammenarbeit mit der Stadtteilschule Stellingen, dass Kinder aus der Erstaufnahmestelle Kieler Straße schwimmen lernen. Finanziert wird der Kurs mithilfe von Fördergeldern, die der SV Eidelstedt erhalten hat, um Kindern mit Fluchterfahrung ein Sportangebot zu bieten.

Als Schwimmer auf die weiterführende Schule

Das Projekt ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem SVE, der Stadtteilschule Stellingen, dem Luruper Förderverein Intergration durch Schwimmen e.V. und der Schwimmlehrerin Katja Prahl. Der Schwimmkurs findet jeden Dienstag zwischen 12 und 13 Uhr in der SVE-Lehrschwimmhalle an der Lohkampstraße statt. Der Schulverein der Stadtteilschule Stellingen unterstützt das Projekt, indem er den neun Kindern und zwei begleitenden Lehrerinnen die Anreise mit dem HVV-Bus finanziert und für die Kinder fehlendes Schwimmzeug organisierte.

„Wir freuen uns, dass wir durch die fantastische Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein so erfolgreiches Projekt auf die Beine stellen konnten“, freut sich Koordinatorin Yumiko Haneda. „Es ermöglicht den geflüchteten Kindern aus der Kieler Straße wie alle Regelgrundschüler als Schwimmer in die weiterführenden Schulen über zu gehen“.

Nummer 10 in Hamburg

Der SV Eidelstedt ist nach den neuesten Zahlen, die der Hamburger Sportbund (HSB) im Rahmen seiner jährlichen Auswertung veröffentlicht hat, wie bereits im Vorjahr der zehntgrößte Verein in Hamburg. Mit aktuell 7.509 Mitgliedern weise der Verein nach Angaben des HSB eine stabile Mitgliederzahl auf. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der SV ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verzeichnen. „Das ist für uns eine sehr zufriedenstellende Zahl“, so SVE-Geschäftsführer Martin Hildebrandt. „Das gesamte Team des SVE mit Trainern, Betreuern und Abteilungsleitern arbeitet täglich hart um den Mitgliedern ein tolles Angebot bieten zu können.“

Der Verein plane zukünftig diese Zahlen weiter auszubauen. Mit den neuen Möglichkeiten des SVE-Sportzentrums am Furtweg, der neuen GesundAktiv-Studie, dem Umzug in den Steinwiesenweg und dem anstehenden Dojo-Zentrum am Redingskam trage der Verein der großen Nachfrage Rechnung, so Hildebrandt.

Auch betreibt der SV Eidelstedt Hamburgs größte Integrationsabteilung für Sport mit Behinderten und Nichtbehinderten. Zusätzlich ist der Verein nach eigenen Angaben sehr engagiert, Menschen mit Migrationshintergrund in die eigenen Sportangebote zu integrieren. Der Hamburger Sportbund hat nach seiner aktuellen Mitgliederbestandserhebung aktuell 821 Vereine mit 522.298 Mitgliedschaften in Hamburg. Unter den Mitgliedern in Sportvereinen sind 132.736 Jugendliche unter 18 Jahren, 35,8 Prozent der Sportreibenden in Vereinen sind weiblich.

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