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Trickbetrüger klingeln an Eimsbütteler Türen. Foto: Laura Lagershausen
Trickbetrug

Vermeintliche Telekom-Mitarbeiter in Eimsbüttel – was steckt dahinter?

Aufmerksame Eimsbütteler haben uns von angeblichen Telekom-Mitarbeitern berichtet, die an ihren Haustüren geklingelt haben. Was hinter den Vorfällen steckt und wie man sich vor Trickbetrug schützen kann.

Von Laura Lagershausen

Rund um die Osterstraße, in Lokstedt und Niendorf-Nord waren in den letzten Wochen vermeintliche Telekom-Mitarbeiter unterwegs. Sie wollten neue Verträge abschließen, die vorhandene Hardware in der Wohnung überprüfen oder über die neue DSL-Geschwindigkeit im Stadtteil aufklären. Aufmerksame Eimsbütteler haben diese Vorkommnisse gemeldet, weil sie sich der Seriösität der angeblichen Telekom-Mitarbeiter nicht sicher waren.

So hatten die Vertreter etwa keinen Mitarbeiterausweis dabei, in einem Fall kannte sich der Mitarbeiter nicht mit Hamburger Netzanbietern aus. Ein anderer Anwohner erzählt hingegen von einem gut ausgebildeten Vertreter mit Fachwissen.

Was steckt hinter den Vorfällen in Eimsbüttel?

Auf Nachfrage bestätigte die Polizei Hamburg einige Vorfälle, die in den letzten Wochen von Bürgern im Bezirk Eimsbüttel gemeldet worden sind. In einigen Fällen trafen die Polizisten die vermeintlichen Telekom-Mitarbeiter noch vor Ort an.

Dabei stellte sich heraus, dass die Vertreter bei unterschiedlichen Subunternehmen der Telekom beschäftigt sind. Das heißt, sie sind nicht direkt bei der Telekom angestellt, daher im Unternehmen auch nicht namentlich bekannt. Ihre Aufgabe besteht dennoch darin, neue Telekom-Verträge an der Haustür abzuschließen, denn für jeden Vertrag erhalten sie eine Provision.

Foto: Pixybay

Hehlerei im „Darknet“: Haftbefehl gegen Verdächtigen aus Stellingen

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Polizei warnt vor Trickbetrügern

Dafür müssen die Mitarbeiter jedoch weder Anschlüsse noch andere Hardware in der Wohnung kontrollieren, was allerdings bei einigen Vorfällen der letzten Wochen der Fall war. Die Polizei warnt deshalb vor Trickbetrügern, die sich als Telekom-Mitarbeiter, aber auch als (Zivil-)Polizisten oder Handwerker ausgeben. Dabei klingeln meist zwei Personen an der Haustür, eine davon verschafft sich über einen Vorwand Zutritt zur Wohnung, während die andere den Besitzer ablenkt.

Oft ist es schwierig, sich spontan von der Seriösität eines Vertreters an der Haustür zu überzeugen. Es gibt aber ein paar Tipps von der Telekom und der Polizei, die Hamburger beachten können:

Wie schütze ich mich vor Trickbetrügern?

  • Laut Telekom tragen alle Mitarbeiter einen Ausweis mit Namen und Personalnummer. Seriöse Polizisten und Telekom-Angestellte sind dazu angehalten sich ohne Aufforderung auszuweisen.
  • Prüfen Sie das Foto auf dem Ausweis und vergleichen Sie die Informationen mit der Person, die vor Ihnen steht.
  • Hinterfragen Sie das Anliegen des vermeintlichen Handwerkers oder Telekom-Mitarbeiters: Hat die Hausverwaltung Arbeiten angemeldet oder zum Beispiel am Schwarzen Brett darüber informiert?
  • Fragen Sie nach dem Arbeitgeber und rufen Sie gegebenfalls kurz bei der Servicehotline an.
  • Die Polizei rät, niemanden in die Wohnung zu lassen, den man nicht kennt oder der sich nicht ausweisen kann. Telekom-Mitarbeiter, die in Ihrer Wohnung Telefonanschlüsse kontrollieren müssen, melden sich normalerweise im Voraus schriftlich an.
  • Versehen Sie die Haustür mit einer Türgriffkette und öffnen Sie fremden Personen nur mit geschlossener Kette.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, klingeln Sie bei einem Nachbarn und bitten ihn beim Gespräch dabei zu sein.
  • Bezahlen Sie nie Geldbeträge an der Wohnungstür.
  • Sollten Sie sich unsicher sein, informieren Sie während oder nach dem Gespräch die Polizei.

Zu wissen, wie Mitarbeiterausweise wirklich aussehen und welche Befugnisse die Mitarbeiter haben, kann helfen, Betrüger zu entlarven. In der Fotostrecke zeigen wir verschiedene Musterausweise von Unternehmen aus Hamburg.

So sehen Mitarbeiterausweise von Hamburger Unternehmen aus:

Trickbetrüger entlarven: So sehen Musterausweise von Hamburger Unternehmen aus

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