Umweltverschmutzung: Betonschlamm in der Düngelau
Verdünnte Betonschlämme verschmutzen die Düngelau – die Grünen haben die Behörden eingeschaltet.
Von Aaron MüllerZurzeit steht der Bach Düngelau im Fokus der Umweltbehörde. Ein Mitglied der Grünenfraktion Eimsbüttel hat im Frühjahr eine ungewöhnliche, dunkle Verfärbung des Gewässers festgestellt. Insbesondere bei Regen soll die Flüssigkeit aus einem Wasserlauf unterhalb der Bahngleise ausgetreten sein.
Die Grünen baten im Regionalausschuss Eidelstedt/Stellingen, dass das Bezirksamt Eimsbüttel die Düngelau auf mögliche Verschmutzungen untersucht und Maßnahmen zur Beseitigung einleitet. Jetzt stehen die Ergebnisse fest.
Welche Schritte wurden eingeleitet?
Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um verdünnte Betonschlämme handelte, welche über ein Regenwassersiel und das Rückhaltebecken in der Lederstraße in den Bach gelangten. Zusätzlich konnte herausgefunden werden, von welchem Grundstück die Verschmutzung ausgeht.
Nun sollen Hamburg Wasser, die Wasserschutzpolizei sowie die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) eingeschaltet worden sein, um dauerhaft die Einleitung von Betonschlammwasser in das Regenwassersiel zu verhindern.
Das Regenwassersiel soll bereits gereinigt worden sein, eine Reinigung des Rückhaltebeckens soll folgen. Eine Sohlräumung der Düngelau, um den Schlamm zu beseitigen, ist ebenfalls geplant. Mit diesem Vorgehen sollen die Düngelau und ihre Umgebung langfristig vor weiteren Verschmutzungen geschützt werden.
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