Weihnachten im Schuhkarton
Schulsachen, Spielzeug und Schokolade – auch dieses Jahr sammelt der Verein „Geschenke der Hoffnung“ vor Weihnachten wieder Schuhkartons voller Geschenke, um sie an Not leidende Kinder weltweit zu verteilen. Auch einige Eimsbütteler haben bereits an der Aktion teilgenommen.
Von Lisa EißfeldtAlle Jahre wieder sammelt die christliche Hilfsorganisation „Geschenke der Hoffnung“ mit Geschenken gefüllte Schuhkartons und verteilt sie zu Weihnachten an bedürftige Kinder in anderen Ländern. Letztes Jahr gingen bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bei Eimsbütteler Sammelstellen mehr als 1.600 gespendete Geschenke ein. Auch dieses Jahr gibt es wieder mehr als zehn Annahmestellen, verteilt über den ganzen Bezirk. Dieses Weihnachten sollen die Päckchen nach Osteuropa verschickt werden, u.a. nach Bulgarien, Rumänien und Georgien.
Geschenkannahme noch bis zum 15. November
Bereits um die 70 weihnachtlich verpackte Schuhkartons stapeln sich an einer Sammelstelle in der Osterstraße. Bei einer weiteren Sammelstelle in der Osterstraße, sind es noch nicht so viele: Nur drei Schuhkartons stehen dort im Schaufenster. Doch Peter Struckmann, der die Geschenke dort entgegennimmt, hat Hoffnung, dass es bis zum Ende der Aktion am 15. November noch viele mehr werden: Erfahrungsgemäß gäben die meisten die Geschenke erst „auf den letzten Drücker“ ab. Vor allem Eltern mit kleinen Kindern und Senioren nähmen an der Aktion teil, sagt er.

Die Eimsbüttelerin Claudia Thompson betreibt eine Sammelstelle bei sich zuhause. Bevor sie die Pakete weitergibt, schaut sie den Inhalt durch. Ein „guter Karton“ enthalte neue Kleidung, Pflegeartikel wie etwa Cremes oder ein Shampoo, Schreibsachen, Spielzeug und natürlich Schokolade, erklärt sie. Ein „schlechter Karton“ dagegen enthalte gebrauchte Kleidung und kaputtes Spielzeug wie etwa Puppen, denen Arme fehlen. Solche Gegenstände werden aus den Kartons aussortiert.
Zaubern verboten
Die Liste der Dinge, die in den Kartons unerwünscht sind, ist lang. Einige Gegenstände sind wegen Zollbestimmungen verboten, andere aus kulturellen Gründen. Dazu gehört etwa Kriegsspielzeug wie Ritterfiguren. Auch Artikel, die Hexerei oder Zauberei zum Thema haben, sind nicht erwünscht. Der Verein, der aus christlichem Glauben heraus handelt, erklärt, dass die Geschenke „neutral“ gehalten werden sollen. Man wolle „Irritationen vermeiden“, so Tobias Ottmar, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.
Wer mitmachen möchte, muss sich als erstes entscheiden, ob er ein Mädchen oder einen Jungen beschenken möchte. Für Jungs zwischen zehn und vierzehn Jahren gibt es am wenigsten Schuhkartons. Dabei würden sie sich sehr über Schulsachen wie Lineale, Zirkel oder Taschenrechner mit Solarantrieb freuen. Auch Sportartikel wie Frisbees, Baseball-Caps, Trikots und (unaufgepumpte) Fußbälle seien begehrt, sagt Claudia Thompson. „Man wundert sich, was alles in einen kleinen Schuhkarton passt!“
