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fullscreen 200 Millionen für Autobahn-Deckel
Die A7 wird auch in den nächsten Jahren eine Dauerbaustelle bleiben. Foto: Alexander Povel

Ausbau der A7

200 Millionen für Autobahn-Deckel

200 Millionen Euro hat der Hamburger Senat für die zusätzlichen Autobahn-Deckel über der A7 bereitgestellt. Ziel sei die “Stadtreparatur in den von der A7 durchschnittenen Quartieren” und die Schaffung neuer Entwicklungspotentiale für den Wohnungsbau. Autofahrer müssen in den kommenden Wochen mit weiteren Behinderungen rechnen.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Wegen des Baus der Autobahn-Deckel ist die A7 zwischen Elbtunnel und Schnelsen eine Dauerbaustelle. Am Sonntag starten die Vorbereitungen für den Tunnelbau an der Anschlussstelle Stellingen. Autofahrer müssen sich auf weitere Behinderungen einstellen.

Ab Sonntag wird die Verkehrsführung an der Anschlussstelle Stellingen eingerichtet. Die Dreiecksinseln im Einmündungsbereich der Autobahnabfahrt auf die Kieler Straße werden zurückgebaut. Bis zum 15. Oktober steht für Autofahrer, die aus Hannover kommend links auf die Kieler Straße abbiegen wollen, nur eine Fahrspur zur Verfügung. Der Fuß- und Radverkehr wird über die dann gesperrte Busspur am Baufeld vorbeigeführt.

Vom 8. bis 15. Oktober werden die Mittelinseln im Verlauf der Kieler Straße zurückgebaut. Der Verkehr aus Richtung Innenstadt wird auf einen Geradeausfahrstreifen sowie einen Rechtsabbiegersteifen in Richtung Autobahn-Auffahrt Richtung Flensburg eingeschränkt. Westlich der Auffahrt wird der Verkehr wieder auf zwei Fahrstreifen ausgeweitet. Dem linksabbiegenden Verkehr auf die Autobahn in Richtung Hannover steht ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Kieler Straße wird verengt

In Richtung Innenstadt wird die Kieler Straße in diesem Bereich auf zwei Fahrspuren, einen Geradeausfahrstreifen und einen Rechtsabbiegerstreifen zur Autobahn-Auffahrt Richtung Hannover, verengt.

Die Verkehrsbehörde empfiehlt Autofahrern, auf die Anschlussstelle Volkspark auszuweichen. Sobald es der Baufortschritt erlaube, würden einzelne Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben, heißt es aus der Verkehrsbehörde.

Den sechs- bzw. achtspurigen Ausbau der A7 nördlich des Elbtunnels betreibt der Bund. Der Hamburger Senat will nach eigenen Angaben die Chance nutzen, um in diesem Zuge die Stadtentwicklung voranzutreiben. Durch die Deckelung der Autobahn sollen die Quartiere verbunden und Entwicklungspotenziale für den Wohnungsbau realisiert werden.

Hamburg lässt sich Autobahn-Deckel einiges kosten

Im Abschnitt Altona muss der Bund als gesetzlich erforderlichen Lärmschutz einen 730 Meter langen Tunnel und eine 403 Meter lange Galerie errichten. Die Stadt Hamburg will die Überdeckelung auf einer Länge von 2.230 Metern vom Volkspark bis zur Behringstraße weiterverfolgen. Im Bereich der Autobahnmeisterei wird so aus der bisher geplanten Galerie ein Volldeckel. Die Stadt trägt die Mehrkosten für den Tunnel, die sich gegenüber der Errichtung konventioneller Lärmschutzwände ergeben. Insgesamt 200 Millionen Euro will sich Hamburg den Bau des längeren Tunnels kosten lassen. Ende 2019 soll die Maßnahme frühestens starten.

Senator Frank Horch bezeichnet das Projekt als “Paradebeispiel erfolgreicher Verkehrsplanung”. Durch das “ausgeklügelte Lärmschutzkonzept” gewinnen nach seiner Ansicht die Anwohner an Lebensqualität. Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt spricht in Bezug auf den “langen Deckel” von einem “entscheidenden Schritt für die Hamburger Stadtentwicklung” insgesamt. Hier würden getrennte Stadtteile wieder zusammenwachsen, die Anwohner würden vom Lärm der Autobahn entlastet werden und es entstünden mehr als 3.200 neue Wohnungen sowie zahlreiche Parks und Kleingärten.

Kleingärten über der Autobahn

Potenzial für den Wohnungsbau soll vor allem auf den Flächen an der Autobahn entstehen, die durch den Deckel besser vor dem Lärm geschützt werden. Rund 58 Hektar sollen die geplanten Wohngebiete in diesem Bereich umfassen. Insgesamt sollen mehr als 3.200 Wohneinheiten geschaffen werden, davon mehr als 2.500 in Altona und 700 in Eimsbüttel.

Die dann bebauten Freiflächen sollen auf die drei Deckel Schnelsen, Stellingen und Altona wandern. Insgesamt sollen dort rund 23 Hektar Grünflächen entstehen. Auch die Kleingärten sollen der Wohnbebauung weichen und ortsnah auf die Deckel verlagert werden. Kleingärten, die nicht auf die Deckel passen, sollen auf Ersatzflächen ausweichen.

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