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Das erste Mal auf dem Teilstück des neuen Deckels für den Lärmschutztunnel auf der A7. Foto: Alexander Povel.
Lärmschutz in Schnelsen

A7: Deckel drauf

Die ersten 12 Meter des Lärmschutzdeckels über der A7 in Schnelsen sind fertig. Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch besuchte am Montagmorgen die Baustelle.

Von Lea Z. Freist

Drei Lärmschutzdeckel sollen über der A7 entstehen. Nach monatelangen Bauarbeiten haben nun die ersten zwölf Meter in Schnelsen ein Dach bekommen. Und sie können betreten werden.

Senator Frank Horch macht sich einen Eindruck vom neuen "Deckel". Foto: Alexander Povel
Senator Frank Horch macht sich einen Eindruck vom neuen „Deckel“. Foto: Alexander Povel

Mit großen Schritten geht es voran

Es sei ein gutes Gefühl, das erste Deckelement unter den Füßen zu haben, sagte Verkehrssenator Frank Horch am Montag. Er lobte die Geschwindigkeit der Baustelle: Sechs Tage die Woche werde hier gearbeitet, sodass zum Jahresende der Rohbau des Deckels fertiggestellt werden könne. Mitte 2017 soll die Autobahn auf rund 550 Metern durch den Tunnel führen. Danach soll auf der anderen Seite weitergebaut werden. Weiter südlich in Stellingen ist ein weiterer Lärmschutztunnel von 900 Meter Länge in Bau.

Ausblick auf die Autobahn 7: Zurzeit ist nur eine Seite befahrbar. Foto: Alexander Povel
Ausblick auf die Autobahn 7: Zurzeit ist nur eine Seite befahrbar. Foto: Alexander Povel

Lärmschutzprojekt einmalig in Deutschland

Eine achtspurige Autobahn durch eine Millionenstadt zu führen, sei eine Riesenherausforderung, so Horch. So ein Lärmschutzprojekt gebe es kein zweites Mal in Deutschland. Die Autobahn 7 wird vom Hamburger Elbtunnel bis zum Dreieck Bordesholm auf rund 70 Kilometern Länge erweitert. Vom Elbtunnel bis zum Autobahnkreuz Hamburg-Nordwest wird die Fahrbahn achtspurig, danach in Richtung Norden bis Bordesholm sechsspurig.

Die A7 ist eine der meist befahrenen Autobahnen Deutschlands, 150.000 Autos und Lastkraftwagen sind hier pro Tag unterwegs. „So eine Baustelle zu organisieren, ist eine Herkules-Aufgabe“, sagte Horch.

Zusammenführung der getrennten Stadtteile

Schon vor 25 Jahren gab es erste Überlegungen für solch ein Großprojekt, damals führte es zu großen Protesten der Bürger. Der Verkehrssenator berichtete am Montag von zufriedenen Anwohnern, er erhalte eine durchweg positive Rückmeldung. Deswegen ist es für ihn auch so wichtig, dass der Deckel nicht nur eine verkehrliche Lösung, ein Emissions- und Lärmschutzprojekt ist, sondern auch die Bewohner rechts und links der Autobahn zusammenführt. Der Deckel soll vor allen Dingen begrünt werden, es sollen neue Grünflächen entstehen: ein ganzer grüner Stadtteil.

Besichtigung der Baustelle in Niendorf. Foto: Alexander Povel
Besichtigung der Baustelle in Schnelsen. Foto: Alexander Povel

Staus am Wochenende

Momentan läuft der Verkehr nur auf der einen Seite. Der Ausbau der A 7 führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Hamburg-Stellingen. Am kommenden Wochenende wird die Autobahn nördlich des Elbtunnels 55 Stunden lang voll gesperrt, von Freitag, den 9. September ab 22 Uhr bis Montag, den 12. September um 5 Uhr. Zwei Brücken – am Niendorfer Gehege und am Wördemannsweg – müssen an diesem Wochenende für die Arbeiten am A7-Deckel abgerissen und durch breitere ersetzt werden.

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