Anzeige
Aktualisiere Standort ...
Standort konnte nicht ermittelt werden. Aktiviere deine Standortfreigabe.
Standort wurde erfolgreich ermittelt.
Ein 3-Mann-Drama über das Ausgeschlossensein. Foto: Sascha Kreklau
Ein 3-Mann-Drama über das Ausgeschlossensein. Foto: Sascha Kreklau

Drinnen, draußen, nicht dabei

„Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu“. Am Montag hat in den Hamburger Kammerspielen das Stück „Tür auf Tür zu“ Premiere gefeiert. Ein Drama vom Drinsein, Draußensein und Dabeisein-Wollen.

Von Tanja Schreiner

Gerade eben war sie noch dabei. „Hach, wir haben uns ja lange nicht gesehen“, „Mensch hast du abgenommen, du siehst wirklich toll aus!“. Ein Händeschütteln hier, Klatsch und Tratsch mit einem alten Bekannten da. Doch dann geht die Frau einen Moment nach draußen. Und kommt prompt nicht mehr rein. „Die Tür ist zu“, informiert sie die sprechende Tür. „Aber ich war doch eben noch drin, ich gehör‘ dazu!“, protestiert sie.

Die Tür geht auf, die Tür geht zu. Neue Gäste kommen, Andere gehen. Verhandeln, betteln, verführerische Strategien. Nichts hilft, die Tür bleibt zu. Auf der Suche nach einer Erklärung beginnt für die Frau eine emotionale Achterbahnfahrt von Panik, Wut und Selbstzweifel, zu Aufbegehren und Resignation. Kein Ansprechpartner, keine Begründung, keine Antwort. „The Person you have called is temporary not available.“

„Tür auf Tür zu“ ist ein anspruchsvolles Drei-Mann-Drama über die Willkür des Ausgeschlossenseins. Schauspielerisch hoch anspruchsvoll fordert das Stück gleichzeitig viel Aufmerksamkeit von den Zuschauern. Langweilig wird es aber definitiv nicht: Die Sprache variiert zwischen musikstückhaften Texten, Satzfragmenten und witzigen Sprachritualen. Besonders Hildegard Schroedter überzeugt mit ihrer schauspielerischen und musikalischen Leistung in der Rolle der ausgeschlossenen Frau. Mit einem verführerischen Tänzchen trällert sie „Lollipop, Lollipop“ und bringt damit das gesamte Publikum zum Lachen.

Witzig ist „Tür auf Tür zu“ auf den Fall, aber sicher auch eine Geschmackssache. So scheint sich auch das Publikum am Ende der Premiere nicht ganz einig zu sein: Manche applaudieren im Stehen, andere klatschen etwas zögerlich und verlassen schnell das Theater.

Anzeige

Die nächste und letzte Vorstellung von „Tür auf Tür zu“ findet am Montag den 14. April um 20 Uhr in den Hamburger Kammerspielen statt.

Mehr Informationen dazu gibt es hier…

Eimsbüttel+

Weiterlesen

In den Theatern von Axel Schneider werden seit 2024 die Werke von Sigfried Lenz inszeniert. Zu dessen 100. Geburtstag ist in den Hambruger Kammerspielen ein großes Finale geplant.

Ab dem 25. Januar kommt Maxim Billers gefeierter Roman MAMA ODESSA auf die Bühne der Hamburger Kammerspiele. Eine Geschichte über Herkunft, Erinnerung und die Suche nach einem Zuhause – mitten im Grindelviertel.

Eimsbüttel feiert ins neue Jahr: Diese Veranstaltungen finden zum Jahreswechsel statt.

Über eineinhalb Jahre war sie geschlossen, nun öffnet die Kindertagesstätte Schmusebacke in der Osterstraße 17 wieder ihre Pforten. Ab 1. Juli 2025 betreut ein neues Team
aus Erzieherinnen und Erziehern bis zu 48 Kinder in drei Gruppen.

-
Neu im Stadtteilportal
Erdkorn Bio-Supermarkt

Hoheluftchaussee 69-75
20253 Hamburg

Eimsbüttel+

Stromtarif-Banner

Gratis für 1 Jahr

Lese ein Jahr gratis Eimsbüttel+ beim Wechsel zu Eimsbüttel Strom.*

*Nur für Neukunden Wechseln und Prämie sichern