Hamburg will bürgernahe Dienste verbessern: Was bedeutet das für das Elterngeld?
Aus dem Senat heißt es, städtische Dienste sollen weiter ausgebaut werden. Es geht auch um das Eltern- und Wohngeld.
Von Alexis MilneDer Hamburger Senator für Bezirke, Andreas Dressel, hat angekündigt, wie künftig die Dienste der Verwaltung optimiert werden sollen. Dabei wurde auch das Elterngeld thematisiert – eine Leistung, auf die viele Eltern in der Stadt und im Bezirk Eimsbüttel lange warten müssen.
Laut Dressel spielt die Digitalisierung von Prozessen dabei eine entscheidende Rolle. So würden interne Arbeitsabläufe und die Serviceangebote selbst verbessert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Senats hervor.
Hamburg Service zieht gute Bilanz
Im Fokus steht dabei unter anderem der „Hamburg Service vor Ort“. Er entstand 2023 und löste die bisherigen Kundenzentren der Stadt ab. Nach Informationen des Senats wickeln die Mitarbeitenden jährlich rund 1,4 Millionen Dienstleistungen ab – darunter sämtliche Einwohner-, Melde- und Ausländerangelegenheiten.
Bereits jetzt sei die Gesamtzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den Angeboten des „Hamburg Service vor Ort“ sehr hoch. Einer Auswertung von Kundenmeinungen zufolge liege sie bei 94 Prozent. Künftig sollen die digitalen Angebote ausgeweitet und noch bekannter gemacht werden. Anzeige
Stadt erneuert Standesämter
Auch in den Standesämtern sei das Programm „Neuausrichtung und Modernisierung der Standesämter“ gut angelaufen, so der Senat. Sowohl der Online-Auftritt als auch die internen Abläufe seien verbessert worden.
Das äußere sich beispielsweise in einer kürzeren Bearbeitungsdauer für Urkunden.
Wohngeld wird digitalisiert, Elterngeld muss vereinfacht werden
Fortschritte mache die Verwaltung ebenso im Bereich Wohngeld. „Der Bearbeitungsstau beim Wohngeld ist nahezu aufgelöst“, heißt es vom Senat. Zudem werde im ersten Quartal 2026 eine Wohngeld-App eingeführt, über die Anträge abgewickelt werden können. Auch ein Chatbot soll eingerichtet werden, um Fragen zum Ablauf zu klären.
Beim Elterngeld seien ebenfalls Maßnahmen angelaufen, mit denen die Bearbeitung effizienter und schneller laufen soll. Dressel sagt jedoch: „Beim Elterngeld werden wir auch über Gesetzesvereinfachungen nachdenken müssen. Die letzte Elterngeldreform mit dem Streben nach maximaler Einzelfallgerechtigkeit ist für die Antragstellenden wie für die Verwaltung und die IT-Dienstleister extrem schwer zu bearbeiten.“
Eimsbütteler Eltern mussten in der Vergangenheit zum Teil sieben Monate oder länger auf ihr Elterngeld warten. Die Eimsbütteler Bezirksfraktion der SPD setzte sich deswegen zuletzt für einen Antrag ein, nach dem das „Bremer Modell“ für Elterngeld vorübergehend eingeführt werden soll.
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