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Das am vergangenen Mittwoch vorgestellte #UHHhilft-Programm soll Flüchtlingen den Weg ins Studium erleichtern. Foto: Julia Dziuba

Uni Hamburg startet Hilfsprogramm

#UHHhilft heißt das Programm, mit dem die Uni Hamburg Flüchtlinge bei der Aufnahme eines Studiums unterstützen will. Bei der offiziellen Vorstellung am Mittwoch wurde aber auch deutlich: Es gibt noch einiges zu tun.

Von Julia Dziuba

Vor der Pressekonferenz steht die neue Flüchtlingsbeauftragte der Uni Hamburg, Silke Boenigk, mit Uni-Präsident Dieter Lenzen und Vizepräsidentin Susanne Rupp zusammen und bespricht eine spontane Änderung im Plan: Die im Anschluss stattfindende Infoveranstaltung für studieninteressierte Flüchtlinge musste auf zwei Räume aufgeteilt werden, weil die Anfrage so groß ist. Am Ende werden es schätzungsweise 1.200 Geflohene sein, die sich über #UHHhilft informieren. Das Programm besteht aus acht Modulen, die bis Februar die potenziellen Studenten mit Willkommens- und Orientierungsangeboten, Sprachkursen, Vorlesungsbesuchen wie auch einer Überprüfung der bisherigen Ausbildungsbiografie auf ihrem Weg ins Studium begleiten und vorbereiten sollen.

„Integration durch Bildung“

598 Anmeldungen habe es für die erste Phase des Projekts gegeben, erklärt Silke Boenigk. 400 Mails seien zudem noch nach dem Anmeldestopp am Dienstag eingegangen und konnten nicht mehr berücksichtigt werden. Seit Ende August koordiniert die BWL-Professorin sämtliche Aktivitäten der Uni im Umgang mit und zur Unterstützung von Flüchtlingen. Durch ihren Forschungsschwerpunkt zum Management von Nonprofit-Organisationen ist Boenigk mit der Thematik bereits vertraut. Die Uni Hamburg hat ihr Hilfsprogramm unter das Motto „Integration durch Bildung“ gestellt. „Bildung ist der Schlüssel für ein integratives Leben in der Gesellschaft“, betont Uni-Präsident Lenzen auf der Konferenz.

Bildungssenatorin Katharina Fegebank ergänzt, dass die Uni hier eine Vorreiterrolle einnehme. Momentan werde von der Wissenschaftsbehörde der konkrete Bedarf der Flüchtlinge mit Blick aufs Studium erhoben. Hieraus ließen sich dann entsprechende Handlungsoptionen wie zusätzliche Studienplätze ableiten. Um diese den Flüchtlingen dann zur Verfügung zu stellen, entwickele man auf Bundesebene „etwas kreative, schnellere und pragmatischere Wege“. Präsident Lenzen betont, dass die Uni auf die momentane Situation „rechtlich nicht vorbereitet“ sei. Denkbar sei ein Sonderstatus für die betroffenen Studenten. Ein weiterer Fokus müsse, wie alle Beteiligten betonen, auf den Ausbau des Deutschunterrichts gelegt werden. Das #UHHhilft-Programm stellt bislang lediglich 100 Kursplätze für die potenziellen Studenten zur Verfügung, die Verteilung erfolgt im Losverfahren. Zu solchen „Schnittstellen“ mahnt Vizepräsidentin Rupp an, dass Gespräche mit der Bildungsbehörde unabdingbar seien, um noch offenen Fragen oder Problemen zu begegnen.

Große Nachfrage bei den üblichen Verdächtigen

Ob die Studieninteressierten die formalen Voraussetzungen erfüllen, also neben dem Sprachnachweis eine Hochschulzugangsberechtigung haben, wird im Modul „Individual“ mithilfe einer Datenbank und in persönlichen Gespächen überprüft. Flüchtlinge ohne Unterlagen fänden in Hamburg zudem die „besonders gute Ausgangssituation“ vor, dass ein Studium auch ohne Abitur aufgenommen werden könne, erklärt Flüchtlingsbeauftragte Boenigk – wenn eine hinreichende berufliche Vorerfahrung vorliege und eine mündliche Aufnahmeprüfung bestanden wurde. Doch auch hier müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft werden, unterstreicht Lenzen.

Was die Studienfächer angeht, unterscheiden sich nach einer ersten Sichtung die Präferenzen der  studieninteressierten Flüchlinge kaum von denen deutscher Studenten, sagt Boenigk: Besonders gefragt seien bei den überwiegend männlichen Studienbewerbern die „klassischen Fälle“ wie BWL, Medizin, Jura und naturwissenschaftliche Fächer allgemein. Einer der Bewerber ist Mohammed Safar. Ungeachtet der noch offenen Fragen in der Durchführung des Uni-Projekts geht er mit großen Hoffnungen in die Vorbereitung auf sein Studium – und auf das Leben in Deutschland.  „Alles ist gut hier – zum Studieren, Arbeiten. Alles“, erklärt der Syrer.

Hier informieren wir über Einrichtungen für Flüchtlinge und darüber, wie Ihr helfen könnt.

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