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Die Graffiti-Künstler posieren vor ihrem Werk: (v.l.) Albert Dietrich (19), Unterstützer Michael Fritz von der Initiative Viva con Agua, Onno Delius (19) und Lasse Bork (18). Foto: Leon Battran

Junge Kunst

XXL-Graffiti: Junge Graffiti-Künstler verschönern Kaifu-Lodge

Drei junge Graffiti-Künstler aus der Sternschanze haben die Rückwand des Kaifu-Lodge-Gebäudes mit farbigen Motiven besprüht. Am Donnerstag wurde die Wand der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation des ETV mit der Millerntor-Gallery und Viva con Agua.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Die Rückwand des Fitnesscenters Kaifu-Lodge, die an den Fußballplatz des Eimsbütteler Turnvereins (ETV) grenzt, erstrahlt in neuem, farbenfrohem Glanz. Die Graffiti-Künstler Albert Dietrich, Onno Delius und Lasse Bork haben in zwei Wochen intensiven Sprayens ein Kunstwerk im XXL-Format geschaffen – trotz Abiturstress.

Eine Herausforderung von besonderem Format

Das Projekt hatte der ETV-Vorsitzende Frank Fechner initiiert. Zur Realisierung des Projekts hat sich der ETV mit dem Kunstkollektiv Millerntor Gallery, der Initiative Viva con Agua und der Kaifu-Lodge zusammengeschlossen. Am Donnerstag wurde die neue Wand auf dem ETV-Trainingsgelände in Empfang genommen. Frank Fechner und Michael Fritz von Viva con Agua bedankten sich bei den Beteiligten und lobten das Engagement der jungen Graffiti-Künstler.

Für Albert, Onno und Lasse war es nicht der erste Auftrag. Die drei sprühen schon seit über sechs Jahren Graffiti auf legalen Flächen, unter anderem in Eimsbüttel im Lokstedter Damm und der Vizelinstraße. Eine so große Fläche wie die Kaifu-Wand zu sprayen, war aber auch für sie eine Herausforderung von besonderem Format. Auf den 228 Quadratmetern konnten sie sich so richtig austoben.

Graffiti-Künstler für Teamgeist und Solidarität

Lediglich die Themen waren vorgegeben: Es sollte um Sport, Gemeinschaft und gesellschaftliche Werte, insbesondere Toleranz gehen. Die künstlerische Umsetzung war den Jugendlichen selbst überlassen. Die Gestaltungsmotive, die sie entwickelt haben, verbinden sportlichen Gemeinschaftssinn mit politischer Willkommenskultur. Der Farbenreichtum steht für Freiheit und kulturelle Vielfalt. Die Abkürzung ETV haben die Künstler prompt in Equality – Tolerance – Victory umgedeuten.

Komplett fertig ist die Wand noch nicht, ein paar Details sollen noch ergänzt werden, verrät Albert. Hier und da werde noch ein wenig nachschattiert. Die großen gemalten Hände an der Wand soll noch der Schriftzug No matter where you come from zieren.

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