Hoppetosse – Kleine Kita, großes Miteinander
25 Kinder, vier Pädagoginnen und viele Ideen: Die Kita Hoppetosse in Eimsbüttel setzt auf ein familiäres Miteinander, gemeinschaftliches Engagement und einen Alltag, der sich an den Interessen der Kinder orientiert.
Von GastIn der Kita Hoppetosse herrscht reges Treiben. Einige Kinder sitzen am Tisch und malen, andere schauen sich Bücher an, bauen mit Bauklötzen oder haben es sich in den Kindersesseln gemütlich gemacht. Mittendrin: das vierköpfige Team der Hoppetosse-Kita – Nadja Bilson, Susanne Langer, Wiebke Strala und Esther Lucklum.
Benannt ist die Kita nach der Hoppetosse, dem Schiff von Pippi Langstrumpfs Vater. Ganz so wild wie bei Astrid Lindgrens berühmter Heldin geht es hier zwar nicht zu – Raum für eigene Ideen, Neugier und jede Menge Leben gibt es trotzdem.
Freies Spiel in der Hoppetosse
Gemeinsam betreuen die vier Pädagoginnen 25 Kinder. „Manchmal kommen wir uns vor wie eine Frauen-WG mit ganz vielen Kindern“, sagt Wiebke Strala und lacht. Ein familiäres Umfeld, in dem jedes Kind so sein darf, wie es ist, sei ihnen besonders wichtig.
Die vier Frauen leiten die Kita gemeinsam. Klassische Hierarchien gibt es in der Hoppetosse nicht, Entscheidungen werden im Team getroffen. Dieser Ansatz prägt auch den Alltag der Kinder. „Die Kinder haben hier die Möglichkeit, Selbständigkeit zu entwickeln und ihre eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen“, sagt Nadja Bilson. Dafür bräuchten sie vor allem Zeit und Raum, um ins freie Spiel zu finden. „Es ist wichtig, Kinder dabei zu begleiten, ihre Fähigkeit zur eigenständigen Beschäftigung zu stärken “, ergänzt Susanne Langer.
Auch bei geplanten Angeboten setzt das Team auf Flexibilität. Statt starrer Wochenpläne orientieren sich die Pädagoginnen an den Interessen der Kinder. Welche Themen beschäftigen sie gerade? Welche Ausflüge oder Projekte passen dazu? Vieles entwickelt sich direkt aus dem Alltag heraus.
Eine Kita als Gemeinschaftsprojekt
Zum Konzept gehört auch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Ob kurze Gespräche beim Bringen und Abholen oder größere Anliegen – die Türen stehen immer offen. „Wir sind gerne Anlaufstelle für Tränen und Umarmungen“, sagt Wiebke Strala. Dabei gehe es oft nicht nur um Fragen rund um die Kita, sondern auch um Themen, die Familien im Alltag bewegen.
Als eingetragener Verein lebt die Hoppetosse zugleich vom Engagement der Eltern. Viele Aufgaben werden gemeinsam getragen: Einige unterstützen bei der Organisation von Festen, andere übernehmen kleinere Reparaturen oder bringen sich in Arbeitsgruppen ein. „Jeder macht das, was er kann und möchte“, sagt Susanne Langer.
Sprache gehört zum Alltag
Ein besonderer Schwerpunkt der Kita ist die Sprachförderung. Bücher und Vorlesen spielen dabei eine zentrale Rolle. Regelmäßig besuchen die Kinder die Bücherhalle oder die Buchhandlung Lüders um die Ecke. Auch Kinderbuchautorinnen und -autoren waren bereits in der Hoppetosse zu Gast.

Wichtig ist dem Team, dass Sprachförderung nicht nur in einzelnen Angeboten stattfindet. Stattdessen begleitet sie die Kinder durch den gesamten Alltag – beim Spielen, Essen, Vorlesen oder auf Ausflügen in Eimsbüttels Umgebung.
Jeden Donnerstag steht außerdem das benachbarte Spielhaus zur Verfügung. Dann verlagert sich ein Teil des Kita-Alltags dorthin und die Kinder haben zusätzliche Möglichkeiten zum Spielen und Bewegen.
Gut vorbereitet in die Schule
Auch die Vorbereitung auf die Schule beginnt nicht erst kurz vor der Einschulung. Im sogenannten Brückenjahr lernen die Vorschulkinder, sich auf neue Abläufe und Anforderungen einzustellen. Dabei gehe es weniger darum, bereits lesen oder schreiben zu können. “Es geht uns bei Hoppetosse eher um die Frage was ein Kind braucht um gestärkt und selbstsicher in die Schulzeit zu starten”, sagt Nadja Bilson. Deshalb fördern die Erzieherinnen gezielt das Selbstvertrauen der Kinder, Resilienz und eine positive Wahrnehmung der eigenen Stärken.
Die Hoppetosse setzt damit auf einen Kita-Alltag, der Kindern Zeit zum Spielen lässt, Selbstständigkeit fördert und sie Schritt für Schritt auf den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet.
Freie Kitaplätze gibt es ab Sommer 2027, Anmeldungen werden bereits entgegengenommen.
Kita Hoppetosse, Stellinger Weg 4
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