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Das Haus in der Oberstraße 2 ist für sein Wandgemälde bekannt. Foto: Tim Eckhardt
Das Haus in der Oberstraße 2 ist für sein Wandgemälde bekannt. Foto: Tim Eckhardt
Sanierung

Katzenhaus wird für mehrere Millionen saniert – aktuelles Wandbild verschwindet

Das Katzenhaus in der Oberstraße wird für 3,5 Millionen Euro saniert. Im Rahmen der Arbeiten muss das aktuelle Wandbild abgetragen werden.

Von Julia Haas

Das Katzenhaus in der Oberstraße 2 gehört zu den bekanntesten Gebäuden im Bezirk – vor allem wegen seines Wandbilds. Es zeigt zwei Katzen, die in einem Fenster sitzen, und erstreckt sich über die gesamte Giebelwand am Grindelberg. Jetzt wird das SAGA-Gebäude für 3,5 Millionen Euro saniert. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das Wandbild in seiner jetzigen Version verschwinden.

Katzenhaus soll langfristig erhalten bleiben

Im Sommer 2024 wurde öffentlich bekannt: Der Putz am Katzenhaus bröckelt. Anwohner berichteten von herabfallenden Fassaden- und Dachteilen. Sie forderten die SAGA als Eigentümerin auf, zu handeln.

Nun kündigte der Sprecher der SAGA an, dass die Sanierung im Januar 2026 starten und rund zwölf Monate in Anspruch nehmen soll. Ziel sei es, das Gebäude aus dem Jahr 1889 langfristig zu erhalten und zeitgemäße Wohnungen anzubieten.

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Für die Zukunft ausstatten: Photovoltaik und Fernwärme

Vorgesehen ist, die Fassade am gesamten Gebäude, das Dach sowie die Kellerdecke neu zu dämmen. Gleichzeitig sollen Schäden an der Fassade instand gesetzt werden. Die Schmuckelemente bleiben erhalten oder werden nachgebildet, um die ursprüngliche Gestaltung nicht zu verändern, heißt es von der SAGA. Gleiches gelte für die historische Hauseingangstür, die zwar eine zusätzliche Dichtebene und verbesserte Verglasung erhalte, ansonsten aber unverändert bleibe.

Um das Haus zukunftsfähig zu machen, will die SAGA eine Photovoltaikanlage auf dem Süddach anbringen und das Haus an das Fernwärmenetz anschließen.

Alle Wohnungen werden saniert – Anwohner müssen übergangsweise raus

Auch für die einzelnen Wohnungen sind diverse Maßnahmen angesetzt. Unter anderem sollen sie neue Fenster erhalten. Laut SAGA-Sprecher werden die Balkone saniert und mit neuen Bodenbelägen ausgestattet. Zudem werden die Bäder modernisiert und die Be- und Entwässerungsleitungen erneuert.

Pro Wohnung sollen die Arbeiten etwa drei bis vier Monate dauern. Nach Angaben der SAGA werden die Mieter in passenden Ersatzwohnungen untergebracht.

Langfristig werden sich die Sanierungskosten auch bei den Mietern bemerkbar machen. Es soll eine Mieterhöhung von 3 Euro kalt pro Quadratmeter geben. Diese soll nach Angaben der SAGA gestaffelt stattfinden. Zunächst steigt der Quadratmeterpreis um 1,5 Euro – nach zwei Jahren sollen weitere 1,5 Euro pro Quadratmeter folgen.

Seifenkontor befürchtet Umsatzeinbußen

Von den Arbeiten betroffen ist auch der Seifenkontor, der seinen Laden im Souterrain des Hauses betreibt. Man habe ihm eine Gewerbefläche im Erdgeschoss eines der Grindelhochhäuser angeboten. Nach Abschluss der Sanierung könne er dort bleiben oder in die modernisierten Räume zurückkehren, heißt es von der SAGA.

Gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten erklärt Karsten Kurth vom Seifenkontor, dass er noch in Verhandlungen mit der SAGA stehe. Er stehe den Plänen skeptisch gegenüber. Einerseits, weil die Umzüge mit einem hohen Aufwand verbunden wären, andererseits, weil er befürchte, in den neuen Räumen seine Kundschaft vom Isemarkt zu verlieren. Viele Kunden kämen vor oder nach einem Marktbesuch vorbei. Dass das auch in einem der Grindelhochhäuser aufgehe, bezweifelt er.

Altes Wandbild wird neu gemacht

Bezüglich des bekannten Wandbilds heißt es von der SAGA: „Das aktuelle Wandbild wird nach der Fassadendämmung nicht mehr sichtbar sein.“ Das Werk würde jedoch im Einvernehmen mit dem ursprünglichen Künstler und nach dessen Entwürfen neu aufgetragen werden. Kleine Veränderungen könnte es dennoch geben, denn das neue Bild soll Elemente des heutigen Hamburgs aufgreifen.

Das Bild stammt ursprünglich vom Künstler Hans-Gustel Agné. Er erstellte es 1982. Etwa neun Jahre später wurde das Gemälde erneuert und verändert.


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