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An der Kollaustraße sind die Bagger seit Anfang Januar beschäftigt. Nur noch ein kleines Stück fehlt bis nun alle Rohre ausgewechselt sind.
An der Kollaustraße sind die Bagger seit Anfang Januar im Einsatz. Archivoto: Jasper Karin
Sperrung

Verzögerung bei der Baustelle Kollaustraße: Jetzt ist ein Ende in Sicht [Update]

Wie Hamburg Wasser bekannt gab, sollen die Arbeiten an der Kollaustraße in circa einem Monat abgeschlossen sein. Was die Bauarbeiten so schwierig machte und worüber Autofahrer sich nun freuen können.

Von Jasper Karin

Geduldsprobe Kollaustraße: Während Baufahrzeuge auf Höhe der Papenreye hin und her rödeln, stauen sich bei der Baustelle die Autos. Mittlerweile geht dieses Schauspiel seit knapp drei Monaten so. Eigentlich sollten die Bagger Ende März verschwinden. Nun gab Hamburg Wasser bekannt: Anfang Mai soll die Baustelle fort sein.

Im Januar brach an der Kollaustraße eine Trinkwasserleitung. Wasser trat aus, der Asphalt brach auf. Die Wasserversorgung der nahegelegenen Wohnhäuser wurde innerhalb von Stunden wiederhergestellt – die Baustelle sollte aber einige Zeit bleiben. Seit über zwei Monaten sind nur zwei der sechs Spuren befahrbar.

So schwierig waren die Reparaturen

Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, sagte nun in einem Pressegespräch: „Es gibt nicht viele Punkte, wo ein Rohrbruch ungünstiger liegen könnte.“ Diverse Rohre und Kabel im Boden waren den Bauarbeitern bei den Ausgrabungen im Weg – und machten die Arbeiten zur Filigranarbeit. „Das wurde alles per Hand oder mit einem Saugbagger ausgehoben“, ergänzte Svenja Deck. Sie ist Ingenieurin bei Hamburg Wasser und verantwortlich für die Koordination der Baustelle.

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Außerdem mussten defekte Klappen ausgetauscht werden, die regulieren, wie viel oder wenig Wasser durch die Leitungen fließt. Hinzu kam der Hamburger Winter mit dem Sturmtief „Elli“. Durch den gefrorenen Boden mussten die Bauarbeiten wochenlang pausieren.

Fehlt nur noch der Asphalt

Mittlerweile sind bis auf ein kleines Stück alle Rohre fertig ausgebaut. Laut Svenja Deck schneller als üblich: „Rohrbrüche solcher Größe brauchen eigentlich zwei bis drei Jahre.“

Bis Anfang Mai soll das Loch in der Straße fertig asphaltiert werden. Das gehe nicht sofort, sondern in Etappen. „Wir wollen, dass der Verkehrsfluss geregelt bleibt“, sagt Deck. Gerade für Rettungswagen oder die Polizei und Feuerwehr sei das wichtig.

„Shit happens“

Eine gute Nachricht für Autofahrer: Vor Ostern kommt stadtauswärts eine zweite Fahrspur dazu. Dann können Autos auch wieder von der Papenreye rechts auf die Kollaustraße abbiegen. Stadteinwärts bleibt es bei einer Spur.

Hamburg Wasser schätzt die Kosten der Baustelle auf circa 1,5 Millionen Euro. Geschäftsführer Michael Beckereit ist in erster Linie froh, dass die schwierigsten Arbeiten an der Kollaustraße geschafft sind. „Shit happens“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

info

Rohrbrüche in Hamburg: Ein Winterproblem?

In Hamburg gab es zwischen Dezember 2025 und März diesen Jahres knapp 250 Rohrbrüche. Das sind 35 Prozent mehr als letztes Jahr um diese Zeit. Hamburg Wasser führt das auf den besonders kalten Winter dieses Jahres zurück. Wenn der Boden wiederholt einfriert und auftaut, kann diese Bewegung Leitungen sprengen.

Hamburgs Leitungen im internationalen Vergleich:
34 Prozent der Leitungen in Hamburg sind älter als 60 Jahre. Damit kommen sie noch aus einer Zeit, als Helmut Schmidt gerade Innenminister der Stadt Hamburg wurde.
Hamburgs Leitungen verlieren im Jahr rund vier Prozent an Wasser. Ein Schlückchen im Vergleich zu anderen Großstädten. Die Wasserleitungen in London und Paris verlieren im Jahr über 20 Prozent ihres Inhalts.

Update vom 2. April 2026, 14:53: Wie Hamburg Wasser mitteilte, sei die Kollaustraße stadtauswärts wieder zweispurig befahrbar. Somit können Autos auch wieder aus der Papenreye rechts auf die Kollaustraße abbiegen. Zwischen Ende April und Anfang Mai sollen alle Spuren freigegeben werden.


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