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Alexander Dobrindt und Frank Horch sind zufrieden. Foto: Fabian Hennig
Autobahndeckel Stellingen

Minister Dobrindt startet den A7 Deckel

Spatenstich in Eimsbüttel: Die Bauarbeiten am Stellinger A7-Deckel wurden heute von Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt feierlich gestartet. Der Lärmschutztunnel Stellingen soll bis 2020 fertig gestellt werden.

Von Dennis Imhäuser

Bundesminister Dobrindt und der Hamburger Verkehrssenator Horch gaben heute den Startschuss für die Bauarbeiten am Autobahndeckel Stellingen: 893 Meter lang wird der Tunnel und soll den Anwohnern der Bundesautobahn mehr Lebensqualität bringen. Der Ausbau der A7 samt Lärmschutzdeckel soll die immer stärker befahrene Stadtautobahn teilweise verschwinden lassen. Anfangs hatten Anwohner gegen den Stellinger Autobahndeckel geklagt, aber noch vor Beginn der Gerichtsverhandlung ihre Anzeigen zurückgezogen.

Alexander Dobrindt freute sich, „dass wir hier für ein wirklich tolles und denkwürdiges Ereignis zusammenkommen können.“ Mit dem Ausbau und der Deckelung wird es möglich, die Kapazität auf der Strasse zu erhöhen und mehr Lärmschutz für die Anwohner herzustellen. Ihm nach ist die A7 in Stellingen einer der meistbefahrenen Abschnitte in Deutschland und damit wichtig für weitere Investitionen für die Infrastruktur und den Anwohnerschutz. Dobrindt war extra nach Hamburg gekommen, um mit Frank Horch und Vertretern des deutschen Bundestages den ersten Spatenstich für das Großprojekt zu setzen.

Vollsperrung der Autobahn im September

Bevor die Bauarbeiten für den eigentlichen Autobahndeckel ab November 2016 beginnen, finden bis dahin Vorbauarbeiten statt. Dazu gehören alle baulichen Maßnahmen, um den Bereich für die notwendigen Deckelbauarbeiten vorzubereiten. Vom 9. bis 12. September 2016 kommt es zu einer Vollsperrung der Autobahn, die Autobahnüberführung Wördemanns Weg soll an diesen Tagen abgerissen werden. Gleichzeitig wird eine Behelfsbrücke eingesetzt, über die der Verkehr einstreifig per Ampelschaltung umgeleitet wird.

Insgesamt werden 14.000 Tonnen Stahl und 93.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Durch den Tunnel entsteht eine neue Fläche von 54.300 Quadratmetern, die mit Grünanlagen bestellt werden soll. Auch soll die Fahrbahn auf 1,9 Kilometern acht bis zehnspurig erweitert werden. Hamburg profitiert dabei vom Investitionshochlauf des Bundes, bei dem der Haushalt des Bundesverkehrsministerium von Mehreinnahmen des Bundes profitiert.

Grünflächen statt Lärm und Feinstaub

Die geplante Parkanlage auf dem Deckel gliedert sich in drei Teile. Neben einem Wiesenpark für Freizeitaktivitäten und einem Landschaftspark als Naturerholungsgebiet, werden im Süden Kleingärten errichtet. Eine breite Promenade schließt an den Kollauwanderweg an. Vor und hinter dem Tunnel sollen zwischen vier und neun Metern hohe Lärmschutzwände den Verkehrslärm noch weiter minimieren.

Laut Minister Dobrindt werden in den nächsten Jahren viele Besucher und Technikinteressierte sich die bundesweit einzigartigen Bauarbeiten anschauen.

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