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Die HVV-Card macht es möglich: Bargeldlos durch die Stadt. Foto: Hochbahn
Die Flotte des HVV soll demnächst bargeldlos zu benutzen sein. Foto: Hochbahn
Bargeldlos mit Bus und Bahn

Mit der HVV-Card durch die Stadt

Nach erfolgreicher Testphase führt der Hamburger Verkehrsverbund die HVV-Card ein. Bis Herbst 2017 soll die elektronische Kundenkarte die bisherigen Papier-Fahrkarten ersetzen. Fahrgäste können ihre Tickets dann bargeldlos an gekennzeichneten Automaten erwerben.

Von Carolin Martz

Das Pilotprojekt ist abgeschlossen und die HVV-Card hat sich bewährt: „Ob Abonnent oder Gelegenheitskunde: Die HVV-Card passt immer und macht die Nutzung unseres Angebots einfacher und flexibler“, so HVV-Sprecher Rainer Vohl. Seit 2012 sei der Bezirk und Landkreis Harburg bereits bargeldlos gefahren. Jetzt soll im gesamten HVV-Geltungsbereich umgerüstet werden.

Alle Automaten, Servicestellen, Busse sowie Fahrkartenkontrolleure werden dazu mit der neuen Technologie ausgestattet. Dies sei ein monatelanger Prozess, so Vohl. Die Kosten für das Pilotprojekt sowie die Umsetzung im Gesamtverbund belaufen sich nach Angaben des HVV auf rund 15 Millionen €. Bis Ende 2017 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Karte statt Papier

Für die Kunden bedeutet die Umstellung den kostenlosen Ersatz von Fahrkarten in Papierform durch die elektronische Kundenkarte. Abonnenten von Wochen- und Monatskarten beantragen die HVV-Card im Internet und erhalten sie innerhalb einer Woche per Post. Alternativ kann die HVV-Card auch an einer Servicestelle beantragt werden. Im Anschluss können Monatskarten dann am Automaten verlängert werden. Dem Nutzer bleibt damit der monatliche Fußweg in die Servicestellen erspart.

Auch Gelegenheitsfahrer sollen vom neuen System profitieren: Am Fahrkartenautomaten benötigen sie kein Kleingeld mehr. Mit der HVV-Card können Einzel- und Tageskarten bargeldlos gekauft werden. Der Kauf von Einzel- und Tageskarten bleibt aber auch ohne HVV-Card möglich. Der Gelegenheitsfahrer habe so die Möglichkeit, zwischen Barkauf, App und HVV-Card zu wählen, erklärt Vohl.

Monatliche Abrechnung für Karteninhaber

Die Abrechnung der auf der Karte gespeicherten Fahrten und Abos erfolgt monatlich. Um nicht den Überblick zu verlieren, kann sich der Nutzer in sein Kundenkonto auf hvv.de einloggen. Hier findet er eine Übersicht gekaufter Fahrkarten und Abos. HVV-Kunden ohne Internetzugang erhalten eine monatliche Rechnung per Post. Genauso wie bei dem Ticketkauf über die HVV-App erhält der Nutzer für den Kauf mit der neuen HVV-Karte 3 % Rabatt auf jede Einzel- und Tageskarte.

Geht die Karte verloren, besteht kein Grund zu Panik. Nach Angaben des HVV ist die HVV-Card deutlich besser gegen Fälschung und Missbrauch geschützt als herkömmliche Fahrkarten. Auf der Karte selbst sei kein Guthaben gespeichert, so drohe bei Verlust kein finanzielles Risiko. Der Nutzer sollte sich allerdings umgehend bei einer Servicestelle oder der Hotline melden und seine Karte sperren lassen. Auch das elektronisch gespeicherte Lichtbild helfe dabei, unbefugte Benutzer zu enttarnen.

„Check-in/ Be-out“

Die HVV-Card beuge auch dem Schwarzfahren vor. Ein Gerät im Bus liest die Karte und erteilt nur dann grünes Licht, wenn die Fahrgäste mit gültigem Abo oder Ticket fahren. Das müsse entweder vorab am Automaten oder an einem elektronischen Gerät direkt im Bus auf die Karte geladen werden. Kontrolleure im klassischen Sinn werde es trotzdem auch weiterhin geben, so Vohl.

Im Jahr 2017 startet der HVV ein weiteres Projekt: „Check-in/Be-out“ geht in die Testphase und soll dem Kunden die Wahl des günstigen Tarifs abnehmen. Dazu benötigt der Fahrgast die HVV-App auf seinem Smartphone, die für jede Fahrt die Ticketoption für die zurückgelegte Strecke berechnet. Damit garantiert der HVV: „Teurer als eine Tageskarte wird es nie.“

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