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Die jetzige Parkbucht soll künftig an die Familie der Holocaustüberlebenden Peggy Parnass erinnern. Foto: Henning Angerer
Die jetzige Parkbucht soll künftig an die Familie der Holocaustüberlebenden Peggy Parnass erinnern. Foto: Henning Angerer
Gedenken

Neuer „Superbüttel“-Platz wird nach Familie Parnass benannt

Im Rahmen des „Superbüttel“ entsteht ein neuer Aufenthaltsort zwischen Methfesselstraße und Lappenbergsallee. Er soll in Gedenken an die Eltern der Holocaustüberlebenden Peggy Parnass benannt werden.

Von Alana Tongers

Das Projekt „Superbüttel“ nimmt Gestalt an: Auf Vorschlag der Verkehrs-Initiative soll die Parkbucht zwischen Methfesselstraße und Lappenbergsallee zum Platz mit Aufenthaltsqualität werden. Erste Maßnahmen dafür hatte die Bezirksversammlung bereits Ende Oktober in die Wege geleitet.

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Platz der Erinnerung

Teil davon: Der neu angedachte Platz wird nach den jüdischen Eheleuten Hertha und Simon „Pudl“ Parnass benannt, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden.

Das hat die Fraktion der Grünen vorgeschlagen – die Bezirksversammlung hat dem Antrag bereits zugestimmt. Ursprünglich hatte „Superbüttel“ die jetzige Parkbucht als „Hammonia-Platz“ angedacht.

„Momentan ist der Platz noch wenig einladend“, so Nina Schübel, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bezirksfraktion. „Aber durch die Umgestaltung in einen Begegnungsort für die Anwohnerschaft bietet er künftig die Möglichkeit, an einem würdigen Ort an das Ehepaar Parnass zu erinnern.“

Genaue Umgestaltung wird noch geklärt

Unter anderem soll der Platz um den Parkstreifen bepflanzt werden. Mehr ist zu den Umbauten noch nicht bekannt – laut Grünen werden die genauen Maßnahmen derzeit geklärt. Auch wann der neue Platz eingeweiht und umbenannt wird, steht noch nicht fest. Das hänge von der Umsetzung der übrigen „Superbüttel“-Maßnahmen ab. Dass es den Platz geben soll, steht indes: „Alle Akteure, auch die Behörden, wünschen diese Umgestaltung. Daher ist die Umsetzung sicher“, antworteten die Grünen auf Nachfrage.

Deportation aus Eimsbüttel

Der künftige Platz für die Nachbarschaft liegt unweit der letzten gemeinsamen Wohnung der Familie Parnass: Hertha und Simon Parnass lebten bis zu ihrer Deportation 1939 mit ihren Kindern Peggy und „Gady“ in der Methfesselstraße 13. Die Eltern versuchten erfolglos, dem Terror des Nazi-Regimes zu entfliehen – ihnen gelang es jedoch, die beiden Kinder mit einem der „Kindertransporte“ nach Schweden zu schicken. Dort überlebten sie den Holocaust. Hertha und Simon Parnass wurden 1942 im Konzentrationslager Treblinka ermordet.

Tochter Peggy Parnass erfuhr davon erst Jahre später. „Ich hoffe immer, dass sie sich umarmt haben, als sie umgebracht wurden”, sagte die 94-Jährige im Gespräch 2020. „Sicherlich absurd. Aber ich klammere mich an die Hoffnung.” Sie erinnert ihre Eltern als liebendes Paar – in ihrem Gedenken hat sie den Stolpersteinen der Eheleute einen weiteren Stein mit der Aufschrift „Die Liebenden“ hinzugefügt. Peggy Parnass selbst wurde nach Kriegsende als Schauspielerin, Publizistin und Aktivistin bekannt und lebt heute in St. Georg.

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