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Karsten Warnke und Angelika Antefuhr erklären, warum die Kreuzung an der Grindelallee "die schlimmste Kreuzung Hamburgs" für Blinde und Sehbehinderte ist. Foto: Amelie Müller
Karsten Warnke und Angelika Antefuhr erklären, warum die Kreuzung an der Grindelallee "die schlimmste Kreuzung Hamburgs" für Blinde und Sehbehinderte ist. Foto: Amelie Müller
Sehbehindertentag

Die „schlimmste Kreuzung“ für Blinde liegt in Eimsbüttel

Der „Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg“ hat die „schlimmste Kreuzung Hamburgs“ gekürt. Warum der Eimsbütteler Knotenpunkt so gefährlich ist.

Von Amelie Müller

Blindenleitstreifen, die auf dem Radweg enden, und Ampelsignale, die kaum zu hören sind: Die „schlimmste Kreuzung“ für Blinde und Sehbehinderte in Hamburg befindet sich im Bezirk Eimsbüttel.

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Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) hat die Kreuzung Grindelallee/Rutschbahn/Bogenstraße exemplarisch zur schlimmsten in Hamburg gekürt.

Eine Kreuzung mit vielen Hürden

Dass der Verein genau diese Kreuzung zur „schlimmsten“ in Hamburg ernannt hat, hat einen Grund. „An dieser Kreuzung kommen alle Probleme zusammen“, sagt Melanie Wölwer, Pressesprecherin des BSVH. Mit der Auszeichnung zur „Schlimmsten Kreuzung Hamburgs“ will der Verein auf Verkehrssituationen aufmerksam machen, die für Blinde und Sehbehinderte gefährlich werden können.

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Deutschlandweiter Sehbehindertentag

Die Mitmenschen für die Alltagsprobleme sehbehinderter Menschen sensibilisieren: Das ist das Ziel des jährlich stattfindenden Sehbehindertentages. Zu wechselnden Themen organisiert der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverein bundesweit Aktionen. In diesem Jahr steht der Verkehr im Mittelpunkt. In vielen deutschen Städten wurde die „schlimmste Kreuzung“ für blinde und sehbehinderte Menschen gewählt.

Leitsysteme und Ampelsignale

Das Sehvermögen von Karsten Warnke liegt seit seiner Geburt bei 10 Prozent. Ohne Probleme zügig die Straße überqueren – das ist für ihn und andere Sehbehinderte an der Kreuzung Grindelallee nicht möglich. Zwar gebe es an der Kreuzung normgerechte Leitsysteme, erklärt Warnke. Diese würden aber direkt in den Radverkehr führen. Dadurch bestehe Unfallgefahr sowohl beim Überqueren der Straße als auch beim Betreten der Gehwege.

Doch das sei nicht das einzige Problem. „Die Ampelsignale sind viel zu leise“, erklärt Warnke. Sowohl das Auffindesignal als auch das Piepsen, welches grün signalisiert, sind durch den Verkehrslärm kaum zu hören. Auch die Dauer der Signale sei zu kurz. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das Unsicherheit und Gefahr.

„Verkehrsbedingungen dürfen Menschen nicht ausgrenzen“

Wenn Kreuzungen für sehbehinderte Menschen nicht sicher seien, würden sich manche Betroffene nicht mehr allein vor die Tür trauen, so Warnke. Er wünscht sich Verkehrsbedingungen, die keine Personengruppen ausgrenzen. Kreuzungen müssten barrierefrei sein und Blinde und Sehbehinderte aktiv am Leben teilhaben lassen.

Das muss sich an der „schlimmsten Kreuzung“ ändern

Angelika Antefuhr, Betroffene und erste Vorsitzende des BSVH, erklärt, was sich konkret an der Kreuzung Grindelallee ändern müsste: „Lautere Akustiksignale und ein Zebrastreifen über den Radweg würden die Kreuzung für uns Betroffene sicherer machen.“ 

Ähnlich gefährlich wie die Grindelallee sind laut Antefuhr viele Kreuzungen in Hamburg. Immer dann, wenn Radfahrer und Fußgänger gleichzeitig Grün hätten und sich kreuzen, werde es gefährlich.

Karsten Warnke appelliert deswegen an Radfahrende, die Geschwindigkeit an Kreuzungen zu verringern, Rücksicht zu nehmen und auch bei Rotphasen für den Autoverkehr anzuhalten.

Mit dem jährlichen Sehbehindertentag will der BSVH die breite Gesellschaft dafür sensibilisieren, ein Verständnis für sehbehinderte Mitmenschen zu entwickeln.

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Behörden müssen handeln

Ob sich an der Kreuzung Grindelallee zeitnah etwas ändert, wird sich zeigen. Joachim Becker vom Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg zeigt sich optimistisch. Seiner Meinung nach ist der vorgeschlagene Zebrastreifen mit der Straßenverkehrsordnung vereinbar. Nun müssten die zuständigen Behörden handeln.


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