Museum auf die Straße bringen: Neues Wandgemälde mit besonderer Bedeutung
Eimsbüttel hat ein neues Streetart-Kunstwerk. Es soll für die Artenvielfalt und ihre Bedeutung sensibilisieren.
Von Julia HaasAuf einer Hausfassade in der Eimsbütteler Chaussee prangen zwei riesige Wacholderdrosseln. Die Streetart-Künstler Anna Taut und Pascal „KKade“ Flühmann haben die Vögel in den vergangenen Tagen mit Farbe erschaffen. In ihrem Werk verbinden sie Kunst mit Natur und Wissenschaft. Denn die Vögel sollen vor allem eins: die Artenvielfalt sichtbar machen.
Kunst und Wissenschaft vereint
„Was uns heute vertraut ist, kann in der Zukunft verschwinden“, sagt die Künstlerin Anna Taut. Sie spielt damit auf die bedrohte Artenvielfalt an. Gemeinsam mit einem Künstlerkollegen hat sie deswegen ein Wandgemälde geschaffen, das für die Bedeutung der Biodiversität sensibilisieren soll.
Initiiert wurde das Projekt vom Verein „InUrFACE“ („Initiative of Urban Facades Creature Exposition“). Dieser hat Forschende des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und Streetart-Künstlerinnen zusammengebracht. In gemeinsamen Workshops sind Motive entstanden, die auf die bedrohte Artenvielfalt aufmerksam machen sollen. Neben dem Werk in Eimsbüttel wurden weitere in Bonn realisiert.
Weitere Murals könnten folgen
„Kunst ist ein wunderbares Vehikel, um eine emotionale Bindung zur Wissenschaft zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Marie Heberstein, stellvertretende Direktorin des LIB in Hamburg. Sie freue sich, dass das neue Kunstwerk die Artenvielfalt in den Fokus rücke und so vielleicht auch Menschen anspreche, die Museen nicht erreichen.
Das Wandgemälde soll in Zukunft um eine Infotafel ergänzt werden. Das Projekt wird durch Union Investment und die Dr. Hans Riegel-Stiftung gefördert. In anderen Städten sollen weitere Werke folgen.
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