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Was wird aus den Bunkerbildern?

Der Bunker am Eidelstedter Weg 10 soll abgerissen werden. Doch was passiert mit den 15 Wandgemälden in dem Gebäude? Im Gespräch sind offenbar Pläne, die bemalten Betonabschnitte herauszutrennen, um sie an einem anderen Ort wieder aufzustellen.

Von Franziska Martin

Der Pressesprecher der Hamburger Kulturbehörde, Enno Isermann, relativierte einen entsprechenden Pressebericht jedoch. Er teilte den Eimsbütteler Nachrichten mit: „Es ist noch nicht entschieden, wie die Dokumentation des Denkmals genau verlaufen soll. Die Sicherung von Wandmalereien ist eine Möglichkeit“. Insofern ist also noch gar nicht sicher, wie mit den Wandbildern verfahren wird.

Das Hamburger Abendblatt hatte berichtet, dass die Gemälde im Luftschutzbunker am Eidelstedter Weg herausgerissen und in Wilhelmsburg wieder aufgestellt werden sollen. Die Entscheidung soll demnach die städtische Kommission für Bodenordnung der Bürgerschaft getroffen haben. Die zuständige Finanzbehörde dementiert allerdings. Pressesprecher Daniel Stricker: „Nein, der Bericht ist so falsch. Die Kommission für Bodenordnung hat lediglich über den Verkauf entschieden. Das denkmalpflegerische Verfahren ist Angelegenheit des Käufers.“

Foto: Henning Düsterhoff
Der Bunker am Eidelstedter Weg. Foto: Henning Düsterhoff

Der Nutzen ist fragwürdig

Jens Dahm, der Vorsitzende des Vereins Hamburger Unterwelten, bezweifelt, dass das Herausnehmen der Malereien die beste Möglichkeit wäre.  Der Verein betreut den Bunker ehrenamtlich. Mit dem Herausreißen der Wandabschnitte würden die Bilder aus ihrem historischen Kontext herausgerissen. Dehnn diese seien im Zweiten Weltkrieg entstanden und sollten die im Bunker Zuflucht Suchenden unterhalten und vom Kriegsgeschehen ablenken. Ohne den Kontext des Bunkers sei die Funktion der Bilder nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Außerdem sei ein Herausschneiden der Bilder mit hohen Kosten verbunden.

Beim Bunker geht es allerdings nicht nur um die bemalten Wände, sondern auch um die Einrichtung, die Luftschläuche, die Räume: Alles eben, was den Bunker ausmacht. So sieht es zumindest Jens Dahm. Der Verein kämpft nach wie vor für die Erhaltung des Bunkers und wird sich nächste Woche zu Gesprächen mit der Beiersdorf AG treffen. Das Unternehmen plant eine Werkserweiterung und um diese nicht zu gefährden, hat der Senat beschlossen den Bunker abzureißen.

„Wir bleiben dran“, verspricht Jens Dahm.

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