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Nicht zu übersehen: ein Hinweis für (potentielle) Läufer. Foto: Berit Liedtke
Einmal um die Alster, bitte. Foto: Berit Liedtke
Laufen in Eimsbüttel

Alsterrunning: Joggen mit Chip

Wer gern an der Alster joggt und sich zusätzlich mit anderen messen möchte, findet bei Alsterrunning viele Gleichgesinnte. Gründer Michael Brügmann hat uns sein System erklärt.

Von Gast

Michael Brügmann war es leid, einsame Joggingrunden um die Alster zu drehen. Ihm fehlte der Wettbewerb, die sportliche Herausforderung. Also initiierte er Alsterrunning, ein Chip-Zeitmessungssystem, mit dem Läufer sich jederzeit mit der Konkurrenz vergleichen können und vielleicht sogar einen neuen Partner finden.

Alsterkarte mit Messpunkten. Foto: alsterrunning.de
Alsterkarte mit Messpunkten. Foto: alsterrunning.de

Michael Brügmann ist passionierter Läufer und liebt sportliche Herausforderungen, das Messen mit anderen Sportlern. Besonders gerne joggt er um die Alster. Der Vergleich mit anderen Läufern auf der Route fällt im Alltag jedoch schwer. Da kam ihm der Gedanke, ein Chip-Zeitmessungssystem einzuführen, wie es auch beim Hamburg Marathon zum Einsatz kommt. Die Technik dahinter ist simpel. Ein Chip wird am Schuh eines Läufers befestigt. Sobald der Träger auf eine der über die Strecke verteilten Induktionsschleifen kommt, funkt der Sensor seine Nummer an die Messstation. Anhand dieser Basis werden dann Geschwindigkeit und Zeit berechnet.

Die Einführung des Systems entlang der Alster erwies sich jedoch als hürdenreich. Von der Sicherstellung der Stromversorgung der einzelnen Messstationen, bis hin zu deren Genehmigung brauchte es noch eine ganze Menge Geduld. Heute – fünf Jahre nach der ersten Idee – gibt es sechs festinstallierte Messstationen, die rund um die Alster postiert sind. Voraussetzung für die Nutzung ist der Kauf des 30 Euro teuren Chips. Auf die Daten können die Läufer dann online zugreifen.

Laufen mit Community

Messstation Krugkoppel. Foto: alsterrunning.de
Messstation Krugkoppel. Foto: alsterrunning.de

Die Webseite von Alsterrunning geht über eine reine Datenbank hinaus. Nutzer können sich dort Nachrichten schicken und mit den Rundenzeiten anderer Läufer vergleichen. Brügmann hält die Community für den größten Vorteil des Systems. Die Nutzer können täglich die Top 50 der schnellsten Läufer einsehen und wissen so, wo sie selbst stehen. Auch nach Altersklassen oder Stadtteilen lässt sich sortieren. Der schnellste Alsterläufer  im Mai 2014 kommt aus Winterhude mit einer Rundenzeit von etwa 27 Minuten. Der beste Eimsbütteler vom Rothenbaum folgt auf Platz drei mit rund 31 Minuten. Andere Statistiken bieten Hintergrundinformationen zum Laufverhalten. Joggt die Allgemeinheit eher rechts- oder linksherum und wann ist Rushhour? Inzwischen sind mehr als 2.100 Nutzer registriert.

Die perfekte Messstrecke

Im oder gegen den Uhrzeigersinn - wie laufen die Jogger lieber? Grafik: alsterrunning.de
Im oder gegen den Uhrzeigersinn – wie laufen die Jogger lieber? Grafik: alsterrunning.de

Zufrieden mit dem bisherigen Erfolg, plant Brügmann bereits sein nächstes Projekt: Eine Laufpartnersuche. Anhand von Kriterien wie Wohnort, Tempo und Tageszeit können Jogger dabei einen geeigneten Mitstreiter suchen und finden.Weitere Strecken will Brügmann vorerst nicht erschließen. Schließlich sei die Alster bereits die perfekte Messstrecke.

Dieser Text ist im Rahmen des HAW-Seminars “Social Media and Innovation” entstanden. Autorenteam: Berit Liedtke, Sarah Ann Danker, Daniel Patrick Scheffler

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