Saubere Straßen in Eimsbüttel: Anwohner startet Putzaktion
Im Luruper Weg und in der Hartwig-Hesse-Straße hängen seit einigen Tagen Zettel, die dazu aufrufen, gemeinsam die Straße zu putzen. Was hinter der Aktion steckt.
Von Ella SchinkelIm Luruper Weg hat ein Anwohner begonnen, Müll einzusammeln – und so auch andere dazu motiviert. Inzwischen beteiligen sich mehrere Menschen an gemeinsamen Putzaktionen im Viertel.
Eigeninitiative vor der Haustür
„Jede helfende Hand zählt“, sagt Daniel Steiman. Er hat das gemeinsame Putzen der Straßen initiiert. Seit sechs Jahren wohne er im Luruper Weg. Der herumliegende Müll dort habe ihn zunehmend gestört, erzählt er im Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten.
Vor sechs Wochen habe er beschlossen, die Situation nicht länger hinzunehmen. Mit einer neu gekauften Müllzange sei er losgezogen und habe Müll eingesammelt.
„Man kann ja ein bisschen Eigeninitiative zeigen und sich vor der eigenen Haustür kümmern“, sagt er. In der Hoffnung, dass es anderen ähnlich gehe, habe er Zettel aufgehängt. Darauf findet sich der Link zu einer WhatsApp-Gruppe, in der sich Anwohnerinnen und Anwohner zum gemeinsamen Aufräumen verabreden.
Immer mehr Menschen machen mit
Steimans Engagement scheint anzustecken: Bereits nach wenigen Tagen hätten sich rund 20 Personen in der Gruppe zum gemeinsamen Aufräumen zusammengefunden. Schon zweimal seien sie gemeinsam durch den Luruper Weg gezogen.
In Zukunft soll die Aktion über den Luruper Weg hinausgehen. Beim privaten Müllsammeln vergangene Woche in der Hartwig-Hesse-Straße sei er von Anwohnern angesprochen worden, erzählt Steiman. Sie hätten ihn gebeten, auch dort weitere Zettel aufzuhängen, um noch mehr Menschen zu erreichen.
Gesagt, getan: Inzwischen sind bereits mehr als 80 Personen Teil der WhatsApp-Gruppe. Noch in dieser Woche soll erneut eine gemeinsame Aktion starten.
Für eine saubere Zukunft
Steiman freue sich, dass seine Initiative so großen Anklang finde. Dass sich das gemeinschaftliche Aufräumen lohnt, sehe man bereits: Zigarettenstummel oder Karten von Autoverkäufern lägen kaum noch auf der Straße.
„Ich glaube, dass die Menschen mehr auf ihre Umgebung achten, wenn sie sauberer ist“, sagt Steiman. Eine Zigarette werfe man eher in einer verdreckten Straße auf den Boden als in einer schönen und sauberen Umgebung.
Damit Eimsbüttels aufgeräumte Straßen auch langfristig so schön bleiben, wünsche er sich, dass auch die Stadt ihren Beitrag leistet. Weitere Mülleimer würden helfen, die Straßen dauerhaft sauber zu halten, sagt er.
Geisterwagen in der Hartwig-Hesse-Straße
Der „Geisterwagen“ in der Hartwig-Hesse-Straße bleibt trotz Aufräumaktionen erhalten: Ein Kleinwagen parkt seit Langem zwischen Hausnummer 9 und 11. Niemand weiß, wem das Auto gehört. Das ehemals silberne Fahrzeug ist mittlerweile grün von Moosbewuchs, an einigen Stellen wurde es farbig angesprüht. Die Meinungen über den Verbleib des Autos gehen auseinander: Während sich einige wünschen, dass es abgeschleppt wird, gehört es für andere inzwischen zum Viertel.
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