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Baustelle im Grindelhof. Foto: Ada von der Decken
Baustelle im Grindelhof. Foto: Ada von der Decken

Runter vom Gas im Grindelhof

Täglich haben sich Eltern hier um die Sicherheit ihrer Kinder gesorgt. Jetzt hat im Grindelhof die Einrichtung einer Tempo-30-Zone begonnen.

Von Tanja Schreiner

Der Kreisverkehr ist der erste Schritt der Stadt Hamburg den Verkehr in dem Wohngebiet um den Grindelhof zu entschleunigen. Durch ein Tempolimit von 30 km/h sollen sich Fußgänger und Fahrradfahrer dort bald sicherer bewegen können.

Am 1. April hat der Umbau der Kreuzung zwischen Grindelhof, Hartungstraße und Rutschbahn zu einem Minikreisverkehr begonnen. Dadurch ist aktuell die Kreuzung gesperrt und der Verkehr wird umgeleitet. Nach Angaben des Bezirksamts Eimsbüttel soll der Umbau bis voraussichtlich Mitte Mai größtenteils fertig sein.

Seit Jahren hatten sich Anwohner und Gewerbetreibende über die Verkehrslage im Grindelhof beschwert. Die meisten Autofahrer hielten sich nicht an die vorgeschriebenen Tempolimits, ignorierten Zebrastreifen oder fuhren falsch herum in die Einbahnstraße, berichtete der SPD-Abgeordnete Olaf Steinbiß nach einer Bürgersprechstunde zum Thema Grindelhof. Vor allem nachts sei die Raserei in dem Wohngebiet besonders schlimm gewesen: Die Polizei habe Geschwindigkeiten von 100 km/h und mehr gemessen.

Klagen über Raser

„Leider wird die Geschwindigkeitsbegrenzung von den meisten Autofahrern am Grindelhof ignoriert“, schrieb Ladenbetreiber Jimmy Blum auf grindel.de. Daher hatten schon im September 2012  Familien und Einzelhändler zusammen mit dem Verein Grindel e.V. eine Putzaktion im Grindelhof gestartet. Einen Tag lang hatten sie die teilweise sehr verdreckten 30er Schilder im Wohngebiet geschrubbt, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Bereits damals sammelten die Bürger Vorschläge für eine Lösung des Raser-Problems.

Rund ein Jahr später tat sich dann auch etwas: Das Bezirksamt Eimsbüttel rief die Bürger auf aktiv Vorschläge für einen Umbau einzubringen. Zwei Tage wurden in einem mobilen Baubüro auf dem Hallerplatz Anregungen gesammelt. Nach Angaben des Bezirksamts sind diese in die Planung für die aktuellen Bauarbeiten eingeflossen.

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