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Eimsbüttels Fußball lässt Federn

Die Zeit nach der Winterpause verlief bisher mehr als zufriedenstellend. Mit einer guten Punkteausbeute war man bisher gestartet, doch dieses Wochenende wollten die Vereine nicht so ganz Tritt fassen und verpassten somit bessere Platzierungen in ihren Tableaus. Nicht nur im Bezirksliga-Derby zwischen HEBC und GWE, wo zwangsweise einer den Kürzeren ziehen musste, holten auch der Bezirksligist ETV und Vicky, in der Oberliga, nicht viel raus.

Von Stefano Avarello

Beginnen wir mit dem Derby. Es war eines, das nicht so schnell aus den Köpfen verschwinden dürfte. Sonntag 10:45 Uhr, Reinmüller in Eimsbüttel, Kunstrasen, HEBC gegen GWE. So die Fakten.
Die Partie war von Anfang an rasant und so fiel das erste Tor auch gleich nach drei Minuten durch Mike Pegel, der bereits in der sechsten erneut traf und mit dem 2:0 die Weichen auf Sieg stellte. Die von den schnellen Gegentreffern aus der Bahn geworfenen Nachbarn brauchten 17 Minuten für den ersten Torschuss. Sie versuchten sich mit vielen langen Bällen, die die Lila-Weißen abfingen und das Spielgeschehen kontrollierten. Es war die 43. Minute als es dann doch passierte und Kosik das 3:0 erzielte. Die zweite Hälfte begann relativ ausgeglichen und beide Mannschaften spielten gut mit, bis sich GWEler Schaper eine Bock leistete und eine Rückgabe zu Torwart Witte zu kurz spielte. Almeida Ferreira musste nur dazwischen laufen und einschieben, 4:0.

Fehlentscheidung des Unparteiischen?

Dann, die 63. Minute, Elferpfiff von Schiri Siegk. Der gefoulte Grün-Weiße, Sobieraj, schiebt locker ein, erneuter Pfiff! Siegk pfeift ihn zurück und lässt wiederholen, weil einige HEBC Spieler in den Strafraum gelaufen waren. Zu unrecht, werden sich Schirmer und seine Jungs gedacht haben. Den zweiten Elfer hielt Schlussmann Rosenow zum Entsetzen des Schützen und seiner Leute. Der Knackpunkt des Spiels. Grün-Weiß kam nicht mehr rein und HEBC kontrollierte die Partie nun völlig, markierte durch Kopp (73.) und Martini (80.) die Tore zum 5:0 sowie 6:0 Endstand. Durch die Niederlage Rugenbergens, Zweitplatzierter, bleiben die Grün-Weißen weiterhin mit sieben Punkten Rückstand im Rennen. Fagins Lila-Weißen sind mit nun mehr elf Punkten Vorsprung (fast) uneinholbar auf Rang ein. Hier geht’s zum Spielbericht.

Der ETV trat am gleichen Tag um 14 Uhr gegen Hansa 11 an. Die Eimsbütteler gingen nach einer turbulenten Woche mit Weggang von Cheftrainer Brüning noch mit einem Fünkchen Hoffnung auf die Aufstiegsrunde in die Partie. Hansa, direkter Konkurrent und Drittplatzierter, hatte die Möglichkeit bei einem Sieg mit Rugenbergen, auf Platz zwei in der Bezirksliga West, gleichzuziehen. Anders als beim Eimsbütteler Derby ging es hier behäbig zu und beide Mannschaften tasteten sich erst einmal ab. Jedoch dauerte es auch nur 20 Minuten bis Niklas Kruhl zur Führung traf, nachdem Öner Ocak die komplette Hansa 11-Hintermannschaft alt aussehen ließ. Nur vier Zeigerumdrehungen später markierte Florian Kuhnert den Ausgleich. Die zweite Halbzeit ging flott zu und beide wollten den Sieg. So entwickelten sich die Keeper auf beiden Seiten zu wahren Kraken und pflückten ein ums andere Mal die Pille aus der Luft. Die Partie bot einiges an Spannung, jedoch musste man sich mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Das heißt für Madanis-Elf, dass es kaum noch Chancen für die Aufstiegsrunde gibt. Es bleibt die Hoffnung, denn die stirbt bekanntlich nie.

Vicky mit erster Niederlage

Oberliga-Eimsbüttel war an diesem Sonntagmittag, ebenfalls um 14 Uhr in Niendorf, weniger erfolgreich und so mussten sich die Blau-Gelben mit der ersten Niederlage nach der Winterpause zufrieden geben. Nach dem Unentschieden der letzten Woche gegen den Meiendorfer SV, gab es dieses Mal keinen einzigen Zähler zu holen und das obwohl Marius Ebbers den ersten Treffer des Spiels erzielen konnte (44. Minute, 0:1). So gingen die Göttling-Mannen mit einem guten Gefühl in die Pause. Doch es dauerte keine zehn Minuten nach Wiederanpfiff, bis der Niendorfer TSV durch Dario Streubier den 1:1 Ausgleich markierte. Als dann auch noch Serhat Yapici eingewechselt wurde, nahm das Unheil seinen Lauf. Der „Regisseur“ traf nicht nur zum 2:1 (80.), nach schöner Vorarbeit von Baldé, sondern auch zum 3:1 Endstand mit einem schönen Freistoß direkt in den Winkel (85.). Somit überwand er nicht nur Vickys Grubba drei Mal, sondern bescherte dem Sport Club aus Eimsbüttel auch das erste Punktlose Wochenende. Der NTSV rehabilitiert sich und fügt Vicky im Kampf um die Meisterschaft eine herbe Pleite zu. Denn durch den Sieg Pinnebergs über die SV aus Halstenbek-Rellingen sowie Dassendorfs 7:0 über Schnelsen, fällt Göttlings-Elf auf Platz drei zurück.

Diese Runde gab es aus Eimsbütteler Sicht nicht viel zu holen. Abgesehen vom Kantersieg HEBC´s über GWE gab es nur ein mageres Pünktchen aus den beiden anderen Spielen. Somit wurde aus der heißen Runde nur ein warmes Lüftchen für unsere Vereine. Hoffen wir auf Besserung sowie eine größere Punkteausbeute am kommenden Wochenende.

Hier geht’s zu den Tabellen der Oberliga Hamburg und der Bezirksliga West.

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