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Die Hamburger Energiewerke bauen das Fernwärmenetz in Hamburg aus. Symbolfoto: Benedikt Hojenski
Die Hamburger Energiewerke bauen das Fernwärmenetz in Hamburg aus. Symbolfoto: Benedikt Hojenski
Fernwärme

Neue Fernwärmeleitung vom Grindel über den Isebekkanal nach Eppendorf

Die Hamburger Energiewerke verlegen eine neue Fernwärmeleitung vom Grindelpark bis nach Eppendorf. Was das für den Isemarkt bedeutet und warum durch die Leitung neue Sitzgelegenheiten entstehen sollen.

Von Julia Haas

Der Fernwärme-Ausbau geht weiter: Während die Arbeiten an der Spange Haferweg-Grindel noch laufen, haben in der Nachbarschaft weitere Leitungsbauarbeiten begonnen. Diese führen in erster Linie durch die Stadtteile Hoheluft-Ost und Eppendorf im Bezirk Hamburg-Nord, aber auch durch Harvestehude im Bezirk Eimsbüttel.

Neue Spange für Eimsbüttel und Hamburg-Nord

Ziel sei es, möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger an die künftig klimaneutrale Fernwärme anzuschließen, heißt es in einer Mitteilung der Hamburger Energiewerke.

Die neue Leitung „Spange Grindel-Eppendorf“ sei notwendig, um die Transportkapazität im Bereich der Fernwärme zu erhöhen. Sie soll auf einer Länge von etwa drei Kilometern vom Grindelpark bis zur Kreuzung Kellinghusenstraße/Ludolfstraße verlaufen. Der Bau ist in sechs Abschnitte gegliedert. Neben der neuen Leitung sollen Bestandsleitungen saniert werden.

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Bauarbeiten im Grindelpark seit Herbst

Zum Wochenstart haben die Arbeiten im Bereich der Kellinghusenstraße begonnen. Sie sollen bis voraussichtlich Frühjahr 2027 andauern. Der Zugang zur dortigen U-Bahn-Station sowie zum Holthusenbad ist nach Angaben der Hamburger Energiewerke nicht davon betroffen.

Im ersten Bauabschnitt zwischen Grindelpark und der Kreuzung Klosterallee/Isestraße haben die Bauarbeiten bereits im letzten Herbst begonnen. Die Pumpstation im Grindelpark ist auch in die Spange Haferweg-Grindel integriert. Die damit zusammenhängenden Leitungsbauarbeiten in der Osterstraße laufen abschnittsweise seit Sommer 2024.

So soll die Spange Grindel-Eppendorf verlaufen. Grafik: Hamburger Energiewerke
So soll die Spange Grindel-Eppendorf verlaufen. Grafik: Hamburger Energiewerke

Noch in diesem Sommer könnten die Arbeiten an einem weiteren Bauabschnitt zwischen Eppendorfer Baum und Loogestieg beginnen. Dafür seien jedoch noch Genehmigungen erforderlich. Gleiches gilt für die übrigen Bereiche, an denen wohl erst ab 2027 gearbeitet wird.

Fernwärmeleitung als Sitzgelegenheit getarnt

Fest steht: Die Leitungsbauarbeiten werden den bekannten Isemarkt queren. Weitreichende Auswirkungen auf das Markttreiben soll das nicht haben – so die Planungen. „Wir queren den Isemarkt mit der neuen Leitung so, dass die fest vergebenen Marktplätze nicht betroffen sein sollen“, sagt David Kappenberg, Sprecher der Hamburger Energiewerke.

Eine Herausforderung bei den Arbeiten an der neuen Spange sei die Querung des Isebekkanals. Verschiedene Varianten seien dafür geprüft worden. Das Ergebnis: Eine Querung des Kanals sei nur an der Klosteralleebrücke möglich.

Die Leitung soll parallel zum Fußweg über die Brücke verlaufen. Um das für Passantinnen und Passanten attraktiver zu machen, habe man entschieden, die Leitung als Sitzgelegenheit zu verkleiden.


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