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Im Sommer 2024 trieben tote Fische auf dem Isebekkanal. Archivfoto: Julia Haas
Im Sommer 2024 trieben tote Fische auf dem Isebekkanal. Archivfoto: Julia Haas
Umwelt

Weiher und Isebekkanal: Könnte der Gestank im Sommer so verschwinden?

Dass sich im Sommer unangenehme Gerüche am Isebekkanal und am Weiher entwickeln, belastet vor allem Anwohnende. Kann eine Idee aus Berlin das Problem lösen?

Von Julia Haas

An manchen Sommertagen stinkt es am Isebekkanal so sehr, dass Anwohnende die Fenster lieber geschlossen halten. Ähnliches passiert am Eimsbütteler Weiher. Bislang war die starke Geruchsentwicklung in Hitzeperioden nicht in den Griff zu bekommen. Jetzt hoffen Bezirkspolitiker auf ein Verfahren aus Berlin.

Gestank an Berliner See verschwunden?

In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Maßnahmen unternommen, um die Gerüche rund um die wenig bewegten Gewässer zu reduzieren. Die Fraktionen von SPD und Grünen verweisen auf die Beseitigung von Schlick und anderem Biomaterial sowie die Einrichtung von Sauerstoffpumpen. Das scheine zwar den in den Gewässern lebenden Organismen zu helfen, nicht aber die Geruchsentwicklung einzudämmen.

Deswegen raten die Fraktionen nun zu einem Blick nach Berlin. Dort soll ein kleines Ingenieurbüro vorgemacht haben, wie sich ein müffelnder See in ein geruchloses Gewässer verwandeln könne. Mit der Zugabe von Kalziumnitrat habe sich die Wasserqualität des Schäfersees deutlich verbessert. Medienberichten zufolge sollen inzwischen auch andere Städte die Methode aufgegriffen haben.

Lässt sich diese Methode auf Eimsbüttel übertragen?

Grüne und SPD wollen nun herausfinden, ob dieses Vorgehen auch in Eimsbüttel helfen könnte. Dazu sollen in den kommenden Ausschuss für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt verschiedene Experten eingeladen werden – darunter Forschende der TU Berlin, die sich mit der Prüfung dieser Methode in Berlin befasst haben.

Am Donnerstag beschäftigt sich die Bezirksversammlung mit diesem Antrag.


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