Smarte Zebrastreifen für Eimsbüttel?
Kommen smarte Zebrastreifen, die in der Dunkelheit leuchten, bald in Eimsbüttel zum Einsatz? Am Donnerstag beschäftigt sich die Bezirksversammlung damit.
Von Angela WoyciechowskiZebrastreifen bergen auch in Eimsbüttel ein Unfallrisiko. Insbesondere an unübersichtlichen und hochfrequentierten Stellen oder in den dunkleren Monaten können sie für Fußgängerinnen und Fußgänger gefährlich sein. Um Abhilfe zu schaffen, hat die grün-rote Regierungskoalition in Eimsbüttel einen gemeinsamen Antrag gestellt.
Sie setzt sich für das Pilotprojekt „Smarte Zebrastreifen” mit sensorgesteuerten Lasern und LED-Markierungen ein. Am Donnerstag stimmt die Bezirksversammlung darüber ab.
Leuchtende Zebrastreifen: Fußgänger bei Dunkelheit sichtbar machen
Bereits in mehreren deutschen Städten gibt es die smarten Zebrastreifen der Firma Blömen. Als deutschlandweit erste Kommune setzte die Gemeinde Heiden im Münsterland das neuartige Schutzsystem ein. Die Technik mit dem Namen „SafeXOne” kombiniert Laser- und LED-Technik. An den vier Ecken des Zebrastreifens werden Säulen mit integrierten Sensoren aufgebaut. Diese sollen Personen erfassen, bevor sie den Zebrastreifen betreten – und so herannahende Autofahrer frühzeitig mit einem Blinklicht warnen.
Zusätzlich soll ein Laserlicht, das in Fußhöhe über der Straße erscheint, die Bewegung der Überquerenden sichtbar machen. Das Laserlicht markiere auch die Position der Fußgänger, selbst bei völliger Dunkelheit.
Smarte Zebrastreifen in Eimsbüttel testen?
„Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren davon, dass sie früher erkannt werden und sich sicherer im Straßenraum bewegen können”, sagt Armita Kazemi, Sprecherin der SPD-Fraktion im Mobilitätsausschuss.
Für einen Test in Eimsbüttel schlagen die Fraktionen folgende Fußgängerüberwege vor:
- Holsteiner Chaussee / Burgwedelkamp
- Kreisel Heussweg
- Zebrastreifen Vogt-Kölln-Straße Höhe Jütländer Allee
- Übergang zu den Sportplätzen – und Zebrastreifen Wördemannsweg auf dem Stellinger Deckel.
Pilotprojekte in anderen Städten zeigen Verbesserung
Erste Auswertungen aus den Pilotprojekten in anderen Städten zeigten eine Verbesserung der Wahrnehmbarkeit und der Verkehrssicherheit, heißt es von SPD und Grünen.
Die LEDs und Laser würden zudem nur leuchten, wenn jemand aktiv den Bereich benutze; dadurch sei das System energieeffizient und nachhaltig. Zusätzlich könne die Technik anonymisierte Nutzungsdaten für die Verkehrsplanung liefern.
[Update vom 27.03.2026, um 15:40 Uhr: Die Bezirksversammlung hat den Antrag angenommen, so die SPD-Fraktion. Im April berät der Mobilitätsausschuss das Thema.]
