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Vorbereitung der Ausstellung von Matthias Taube. Foto: Tim Eckhardt

Die günstigste Miete der Stadt

Pop-up Stores, Performance-Kunst oder Modedesign. Nur 25 Euro pro Woche kostet die Miete. In der Grindelallee vermietet die Hamburg Kreativ Gesellschaft günstige Räume.

Von Tanja Schreiner

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Matthias Taube rahmt gerade eine kleine Zeichnung. Sie ist Teil seiner Ausstellung „Aus dem Schatten“. Neben riesigen Drucken auf Velours – einer Spezialanfertigung aus Belgien – wird er auch eine Life-Performance zeigen. 200 Kilometer auf dem Fahrrad will er jeden Tag in der Galerie fahren. In den letzten Monaten haben die Räumlichkeiten in der Grindelallee 117 einiges erlebt. Seit April 2013 bietet eine Einrichtung hier Kreativen die Möglichkeit sich auszuprobieren. Bis zu vier Wochen lang kann man das Areal mieten.

Ein teures Pflaster für junge Künstler

Es ist richtig schwer als Künstler in Hamburg zu leben, sagt Matthias Taube. Mit durchschnittlich rund elf Euro pro Quadratmeter gehört Hamburg zu den teuersten Städten Deutschlands. Um sich regelmäßig eine Ausstellung leisten zu können, gibt Taube seit zehn Jahren Kunstkurse in Schulen und berät Sammler beim Kauf von Werken.

Gerade für junge Künstler ist es nicht leicht in Hamburg. Wie Kirsten Bätzing von der Hamburg Kreativ Gesellschaft erzählt, haben schon einige Absolventen die Möglichkeit genutzt, sich in der Grindelallee zu erproben. So hätten sich beispielsweise einmal verschiedene Modedesigner den Raum geteilt und jeder habe eine Ecke für seine Kreationen bekommen. Für 25 Euro pro Woche, inklusive Nebenkosten, und eine Kaution von 300 Euro kann man die Räume mit rund 200 Quadratmetern mieten. Matthias Taube freut sich sehr in den Räumen ausstellen zu können: „Es ist eine tolle Gelegenheit, da alles subventioniert wird. Die Räume sind klar und einfach – ideal für großflächige Arbeiten wie meine.“

Die Bewerbung

Die Kreativ Gesellschaft erhält laufend Anfragen für das Objekt. Sie hätten darin bislang keine Leerstände, berichtet Kirsten Bätzing. Die bürokratische Hürde ist niedrig: Bewerben kann sich prinzipiell jeder, der seinen Wohnsitz in Hamburg hat und im Kulturbereich tätig ist. Förderungsberechtigt sind beispielsweise bildende Kunst, Film, Literatur oder Musik. Ob als Ausstellungs-, Verkaufs- oder auch Veranstaltungsfläche – die Kreativen nutzen die Fläche ganz unterschiedlich. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein aussagekräftiges Nutzungskonzept, auf dessen Basis die Kreativ Gesellschaft entscheidet. Bei Matthias Taube war es sogar noch einfacher: Die Kulturbehörde habe ihn gefragt hat, ob er nicht in der Galerie auszustellen wolle. Daraufhin habe er sich die Räume angesehen und sich gleich beworben. Für rund drei Wochen hat er in der Galerie in der Grindelallee freie Hand.

Von lila Blumen zu klassischem Weiß

Schlechte Erfahrungen hat die Kreativ Gesellschaft mit den ständig wechselnden Mietern noch keine gemacht. Ganz im Gegenteil: „Seit die Kreativ Gesellschaft mit der Anmietung begonnen hat, wurden die Räume durch die NutzerInnen unheimlich aufgewertet“, sagt Kirsten Bätzing. Früher seien die Wände bunt gestrichen – das Treppenhaus beispielsweise lila mit Blumen – und das Schaufenster sei plakatiert gewesen. Die ersten Mieter hätten erst einmal alles klassisch weiß gestrichen. Andere hätten eine Minibar im Untergeschoss gebaut, wo jetzt bei Ausstellungen Getränke verkauft werden können.

Auch in anderen Teilen Hamburgs entwickelt die Kreativ Gesellschaft Areale. Das Projekt ist eine Win-Win-Situation für Mieter und Vermieter. In einer Online-Datenbank können Eigentümer freie Flächen bereitstellen und Kreative nach speziellen Räumlichkeiten wie Ateliers, Ausstellungsorten oder Proberäumen suchen. Auch wer nur temporär eine Fläche zu vermieten hat, kann diese über die städtische Fördereinrichtung anbieten.

Am 10. Februar um 19 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung von Matthias Taube statt. „Aus dem Schatten“  wird bis zum 21. Februar in der Galerie Grindelallee 117 gezeigt. Zur Website von Matthias Taube geht es hier…

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