Eichhörnchen in der Stadt
Andreas Krell lockt die Nager mit Leckereien vor die Kamera. Foto: AK Bilder
Nagetiere

Eichhörnchen in der Stadt

Schwarze Knopfaugen, rotbraunes Fell, buschiger Schwanz: Eichhörnchen zählen zu den beliebteren Stadtbewohnern. Wie überleben die kleinen Nager in der Stadt und sind sie gefährdet?

Eichhörnchen können sich gut an die Gegebenheiten der Stadt anpassen, deshalb sind sie auch in Hamburg oft zu finden. Häufig werden sie gefüttert oder fressen an Vogelfütterungen, auch ein geringerer Räuberdruck macht es den Nagern in der Stadt leichter als in natürlichen Lebensräumen.

Konkurrenz aus Nordamerika

Aber die in Deutschland lebenden Eichhörnchen bekommen Konkurrenz aus Nordamerika: Die Grauhörnchen verbreiten sich nun auch in Europa. Und das auf Kosten der Eichhörnchen. Da Grauhörnchen den rotbraunen Nagern körperlich deutlich überlegen sind, vertreiben sie vielerorts das Eichhörnchen. In Großbritannien sind sie schon kaum noch zu finden. Laut NABU, tragen die Grauhörnchen Krankheitserreger in sich, die für sie selbst ungefährlich, für die europäischen Artgenossen jedoch bedrohlich sind.

In Hamburg ist jedoch nach wie vor nur das Eichhörnchen verbreitet. Die größte Gefährdung und häufigste Todesursache stellt bisher der Straßenverkehr dar. Doch trotzdem sind die rotbraunen Nagetiere in Hamburg noch ungefährdet und zählen zu den häufigsten Säugetierarten in der Stadt. Der Atlas der Säugetiere Hamburgs aus dem Jahr 2016 gibt eine Übersicht zur Verbreitung der Säugetiere.

Auch unsere Leser bekommen die kleinen Stadtbewohner hin und wieder vor die Linse. Eine kleine Auswahl gibt es in einer Bilderstrecke.

Fotostrecke zu Eimsbüttels Eichhörnchen:

Auf Beutezug am Aydin Markt

Im Herbst sammeln die Nager Jahr für Jahr ihren Wintervorrat, um diesen anschließend sicher zu verstecken. So auch das diebische Eichhörnchen beim Aydin Markt in der Lindenallee.

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