Eimsbüttel erwacht bärenstark
Die ersten beiden Runden sind gespielt und die Eimsbütteler Fußballmannschaften haben gezeigt, dass Winterschlaf in ihrem Wortschatz nicht existiert. Bis auf einen Ausrutscher siegten alle Teams am vergangenen Spieltag.
Von Stefano AvarelloAm Wochenende hieß es: Spitzenspiel in der Oberliga Hamburg. Erster gegen Dritter, bester gegen zweitbesten Angriff. Die Bezirksliga West hatte ähnliches zu bieten mit dem Topspiel des Spitzenreiters gegen Hansa 11, Drittplatzierter. Des Weiteren gab es jeweils Duelle zwischen Tabellennachbarn für den ETV und Grün-Weiß Eimsbüttel.
Punkte verschenkt haben an diesem Spieltag nur die Schirmer-Mannen. Beim direkten Tabellennachbarn aus Halstenbek gab es am Samstagmittag leider nichts zu holen. Aber von Beginn an.
Nach 14 Minuten war die Welt noch in Ordnung bei GW Eimsbüttel, denn da netzte Görsch zum umjubelten 1:0 ein, ehe die Heimmannschaft in Person von Matthiessen zum 1:1 ausglich und geschockt kurz vor der Halbzeit einen Platzverweis hinnehmen musste. Mit einem Mann mehr bemühten sich die Eimsbütteler, konnten aber die Treffer zum 2:1 (Jacobs) und 3:1 (Bejaoui) nicht verhindern. So gelang Schirmherr nur noch der Anschlusstreffer und das Spiel endete 3:2 für die Halstenbeker. Leider haben die Grün-Weißen bisher nicht den erhofften Erfolg eingefahren und scheiden, mit nur einem Punkt aus den letzten beiden Partien, wahrscheinlich aus dem Rennen um Platz zwei aus.
Der Sonntag der Topspiele
Das Lächeln wollte bei Vicky-Coach Göttling wohl noch nicht weichen, denn gleich in der vierten Minute jubelten seine Schützlinge, als Torben Wacker einen Freistoß aus ca. 25 Metern wie einen Strich in die Maschen drosch und die Führung erzielte. Die SV Halstenbek-Rellingen – bis dato Spitzenreiter – agierte fortan besser und erarbeitete sich Chancen, die sie aber liegen ließ. Somit ging es mit dem 0:1 in die Halbzeitpause. Nach der Pause erhöhte HR den Druck und scheiterte abermals am stark aufgelegten Ralfs im Vickytor. Urplötzlich schlugen die Gelb-Blauen zu und erzielten innerhalb von zwei Minuten durch Thiessen (71.) und Ebbers (73.) den 0:3 Endstand und kommen somit dem Ziel Meisterschaft näher. Durch ein Unentschieden des VfL Pinneberg, nun Erster, liegen Göttlings Schützlinge zwar weiterhin auf dem dritten Platz, jedoch mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den Führenden.
Von wegen graue Maus. Der ETV arbeitet sich mühsam aber sicher hoch. Auch wenn sie das Niemandsland bisher noch nicht verlassen haben und elf Punkte Abstand auf Platz zwei – der für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt – sowie auf die Abstiegsränge haben, steht der Aufschwung dem Turnverein aus Eimsbüttel gut zu Gesicht. Kommen wir zur Sonntagmittag-Partie. Das Spiel begann mit einer Schreck-Viertelstunde, in der die Gäste vom SSV Rantzau mit 0:2 in Führung gingen. Aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, bäumte sich die Brünning-Elf auf und verstand den Rückstand als Weckruf. Nacheinander netzten Tegeler, zweimal (20. und 30.) nach schönem Kombinationsspiel, und Kruhl (35.) zur Führung binnen 15 Minuten ein. Auch Torjäger Alban Duka durfte noch ran und erzielte das 4:2 nach einer guten Stunde. Der Drops schien gelutscht, doch der SSV aus Rantzau gab nicht auf und kam letztlich noch zum Anschlusstreffer zum 4:3. Aber trotz einer roten Karte für Hübner ließen die ETVler nichts mehr anbrennen und behielten den Dreier in Eimsbüttel.
Das Spitzenspiel der Bezirksliga West. Auch hier hieß es Erster gegen Dritter. HEBC ist rigoroser Tabellenführer mit elf Punkten Vorsprung auf Hansa 11 und hat das beste Torverhältnis der Liga. Das zeigte sich auch auf dem Feld. Fagins Schützlinge trafen bereits in der 10. Minute durch Ferreira. Nur acht Zeigerumdrehungen später erhöhte Prange auf 2:0. Die Halbzeitansprache des Gäste-Trainers Bichel schien keine Wirkung gehabt zu haben und der HEBC dominierte weiter. So trafen Hermes nach knapp einer Stunde zum 3:0 und Kopp eine Viertelstunde vor Schluss zum 4:0 Endergebnis. Mit nunmehr acht Zählern Vorsprung und solchen Leistungen brauchen sich die Lila-Weißen wohl keine Sorgen mehr um den direkten Aufstieg in die Landesliga zu machen.
Bei bisher 19 von 24 Punkten ist Eimsbüttel im Aufwind, von Winterschlaf kann keine Rede sein. Somit warten wir gespannt auf den nächsten erfolgreichen Spieltag.
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