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Ein neuer Verein startet in Eimsbüttel

Ehemalige Mitglieder des Hamburger Sportvereins haben sich zusammengeschlossen, um etwas Neues zu gründen. Die Idee ist eine Spielstätte mit fairen und professionellen Strukturen: der HFC Falke.

Von Stefano Avarello

HFC-Falke steht für „Hamburger Fußballclub Falke“. Der Name und das Wappen des neuen Vereins ist ein Mix und bezieht sich auf die drei Gründervätervereine des Bundesligisten HSV – HFC, Falke sowie Germania. Die Symbole kommen vom HFC sowie von Falke, der blau-schwarz karierte Hintergrund von Germania. Die Idee dahinter: „Alle drei Gründervereine des HSV in einem“, erläutert Vereinspräsidentin Tamara Dwenger. Stand der Mitglieder am 11. April 2015: 321.

Zum Anstoß der Gründung kam es, so Dwenger, als sich bei der Mitgliederversammlung des HSV, am 25. Mai 2014, 87 Prozent der Wahlberechtigten für die Ausgliederung der Fußballsparte aus dem Verein entschieden. Für die restlichen 13 Prozent bestand der letzte Ausweg darin, sich neue Möglichkeiten zu erschließen. So kam der Gedanke auf, einen kompletten Neuanfang mit einem neuen Verein zu wagen.

Neuanfang

Die neuen Trainer des HFC-Falke werden präsentiert, von links nach rechts: Danny Dwenger (Beisitzer Präsidium), Frank Suding (Stellvertretender Präsident), Dirk Hellmann (Trainer), Tamara Dwenger (Präsidentin), Chrsitopher "Stoffi" Dobirr (Co-Trainer) und Nils Kuntze-Braack (Liga-Obmann). Foto: HFC-Falke
Die neuen Trainer des HFC-Falke werden präsentiert, von links nach rechts: Danny Dwenger (Beisitzer Präsidium), Frank Suding (Stellvertretender Präsident), Dirk Hellmann (Trainer), Tamara Dwenger (Präsidentin), Chrsitopher „Stoffi“ Dobirr (Co-Trainer) und Nils Kuntze-Braack (Liga-Obmann). Foto: HFC-Falke

Am 13. Juli 2014 kam es zur Neugründung des HFC-Falke. Laut der Satzung des Vereins hat jeder die gleichen Rechte zum Mitbestimmen, egal welchen Beitrag er bezahlt. „Es ist nicht immer einfach, weil es letztlich in der Führung oft zu heftigen Diskussionen kommt und man dann nicht einfach seinen Kopf durchsetzen kann. Aber genau das ist das Schöne an dem Ganzen. Alles wird abgestimmt und es gibt keine Alleingänge“, erläutert Dwenger.

Im Vordergrund stehen die Strukturen, so wolle man keine „Tresentruppe, die sich zum Kicken trifft, sondern etwas Professionelles“ auf die Beine stellen. Eine schlagfertige Mannschaft soll aufgebaut werden, die den Durchmarsch bis zur Bezirksliga schafft. „Wenn wir in der Bezirksliga für ein oder zwei Jahre stagnieren, dann ist das okay“, äußert sich die Präsidentin. Ziel sei aber die Oberliga.

HFC-Falke-Logo. Bild: HFC-Falke
HFC-Falke-Logo. Bild: HFC-Falke

Der HFC-Falke wird in der Kreisklasse starten und ist jetzt schon besser aufgestellt als einige höherklassige Vereine. Abgesehen von Trainer Dirk Hellmann, den beiden Co-Trainern Christopher Dobirr und Dennis Himburg sowie Torwarttrainer Jan Petern, gehören unter anderem Liga-Obmann Nils Kuntze-Braack, Pressesprecher Philipp Markhardt und eben Tamara Dwenger zum Kreis der Verantwortlichen.

Finanziell auf soliden Säulen

Auf ausgetrampelten Pfaden will der Verein nicht gehen. „Unsere Brust bleibt vorerst frei. Wir möchten uns neue Wege für finanzielle Mittel erschließen“, sagt die Präsidentin. Im Moment stemmen die Mitglieder – inklusive Mannschaft – die nötigen Mittel. Selbst beim Merchandising werde nicht auf Gewinne gezielt, sondern auf die Integrität und Identifikation jedes einzelnen. „Jeder soll es sich leisten können, ein Trikot des HFC-Falke zu tragen und es beispielsweise zum Joggen anziehen“, erläutert die Präsidentin. Die Mitglieder hätten zudem die Möglichkeit mitzuentscheiden, ob es irgendwann „bezahlten Fußball“ beim HFC-Falke geben wird.

Das Geld spiele natürlich eine Rolle, jedoch stünden die Strukturen im Vordergrund und nicht die Investition in einzelne Spieler. Wichtig ist das Umfeld, Wäsche wird gewaschen und die Ausrüstung ist top, sagt Dwenger. Der Verein sei auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Man wolle kurzfristige, finanziell belastende Erfolge, wie eine „zusammengekaufte Mannschaft“ vermeiden. Denn so etwas führe allzu oft zu abstürzen. Ein Beispiel: Die erste Herren des VfL 93 Hamburg wurde durch finanzielle Unterstützung der Sponsoren 2013/2014 Meister in der Landesliga Staffel Hammonia. Es wurden ehemalige Profis verpflichtet, die den Erfolg brachten. Wenige Tage nach Saisonende und dem Aufstieg in die Oberliga sprangen jedoch das Trainerteam und die Sponsoren ab und man musste von vorn in der Kreisklasse beginnen.

Auf die Frage, wo Dwenger den Club langfristig sieht, antwortet sie: „Das große Ziel im sportlichen Bereich ist natürlich erst einmal die Oberliga.“ Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Aber was dann kommt, wird man sehen.“

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