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Foto: Fiona Kleinert
Taufe im Zoo

Elefantenbaby Kanjas großer Auftritt

Am Dienstagmorgen ist im Tierpark Hagenbeck das Elefantenbaby Kanja getauft worden. Die Taufpatenschaft wurde für einen guten Zweck versteigert.

Von Fiona Kleinert

Im Elefantenhaus des Tierparks Hagenbeck ist die Hölle los. Zahlreiche Kameras und Augenpaare beobachten das Gehege, überall herrscht hektisches Gewusel und jeder versucht den besten Platz für sich und sein Equipment zu ergattern. Anlass für den Medienandrang ist die Taufe des kleinen Bullen Kanja. Er kam am 11. Januar im Zoo zur Welt und erhielt seinen Namen Kanja, gesprochen „Kandscha“, bei einer sechstägigen Online-Abstimmung. An diesem Tag wird die Namensgebung „offiziell“ gemacht.

Vor kurzem wurde erst die Taufpatenschaft versteigert. Der Erlös fließt in den Neubau der UKE-Kinderklinik. Die Klinik solle nächstes Jahr im Herbst fertiggestellt werden und Kindern mit komplexen und seltenen Krankheiten einen möglichst angenehmen Ort bieten, so Ania C. Muntau, die Leiterin für Kinder- und Jugendmedizin des UKE. Die Patenschaft für Kanja ersteigerte Wilfried Fehrle, Arzt am UKE, mit seiner Frau May Shaana. Die beiden sind fasziniert von den Tieren, weil sie „majestätisch und stark sind, aber trotzdem friedlich und intelligent“.

Es geht los

Elefantenpfleger Thorsten Köhrmann begleitet Fehrle und seine Frau in das Elefantengehege. Doch so ganz kann Kanja noch nicht mit dem Rummel umgehen und versteckt sich lieber, sodass die Kokosnüsse, die für die Taufe gedacht waren, erst einmal in den Mund von Mutter Kandy wandern. Zum Schluss traut sich der junge Elefantenbulle doch noch einmal heraus und wird spontan von Fehrle mit der Milch der letzten Kokosnuss „getauft“. Die Zeremonie ist für Kanja  ziemlich aufregend; gleich danach legt er sich ins Futterheu und erholt sich von seinem großen Pressetermin.

Tierpfleger Köhrmann ist zufrieden. Kanja sei fröhlich, lustig und entwickle sich gut. Das einzige Problem sei der kalte Frühling, der nicht zulässt, dass die Elefanten sich lange im Außengehege aufhalten. Die Taufe sei gut abgelaufen, dennoch sei man als Tierpfleger glücklich, wenn alle „nach Parfüm riechenden Nicht-Herdenmitglieder“ das Gehege wieder verließen, so Köhrmann. Man wisse nie, wie die Elefanten reagieren.

Kanja wiegt mittlerweile 200 Kilo und soll mit Eintritt in die Pubertät den Tierpark Hagenbeck verlassen. Er soll dann als Zuchtbulle an einem anderen Ort den Erhalt der Asiatischen Elefanten sichern.

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