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Die Zelte in der Erstaufnahme Schnackenburgallee sollen für den Winter durch Holzhäuser ersetzt werden. Dies ist aber nicht bei allen Unterkünften der Fall. Foto: Lukas Gilbert

Die Not ist groß

Für immer mehr Flüchtlinge werden auch in Eimsbüttel immer mehr Notunterkünfte errichtet. Über ein umfunktioniertes Baumarktgelände im Eidelstedter Hörgensweg gab es in den letzten Tagen Berichte, die Wohnverhältnisse dort seien unzumutbar. Die Innenbehörde weist die Vorwürfe zurück.

Von Julia Dziuba

Der hohe Zustrom an Flüchtlingen sei gerade auf personeller Ebene „nicht mal eben so zu leisten“ – „alle arbeiten am Anschlag“, erklärte Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. Die Notunterkunft am Hörgensweg sei am Sonntag „besenrein“ übergeben worden. 250 bis 300 Flüchtlinge seien am selben Tag eingezogen. Nach Angaben des Pressesprechers des Bezirksamts Eimsbüttel, Elmar Schleif, gehörten dazu auch etwa 190 Flüchtlinge, die seit Mittwoch im Hamburg-Haus provisorisch Unterschlupf gefunden hatten. Konzipiert ist die Unterbringung laut Innenbehörde für bis zu 850 Flüchtlinge. Am Montag habe dann das städtische Unternehmen fördern und wohnen (f&w) den Betrieb der Unterkunft übernommen. Reschreiter räumte ein, dass es bei der Instandsetzung von Unterkünften „schon mal Übergabeschwierigkeiten“ gebe und es hier einer Optimierung bedürfe. Gleichwohl versuche die Stadt aber weiterhin mit allen Mitteln zu verhindern, dass Flüchtlinge ohne Dach über dem Kopf leben müssen.

600 Flüchtlinge pro Tag

Hamburg sei hier in einer „besonders schwierigen Situation“, da es kein Umland mit zusätzlichen Leerflächen gebe. Momentan kämen etwa 600 Flüchtlinge pro Tag in der Stadt an. Nach Angaben von Christian Martens vom Einwohner-Zentralamt sind momentan auch Flüchtlinge in der Niendorfer Papenreye untergebracht – hier stünden 800 Plätze zur Verfügung. Laut Innenbehördensprecher Reschreiter kann die Stadt bei sinkenden Temperaturen zudem nicht in allen betroffenen Unterkünften die Zelte ersetzen – angesichts der hohen Flüchtlingszahlen wäre es „naiv“, überhaupt nicht mit Zelten als Unterbringung in Herbst und Winter zu planen. Die Zelte sollen über einen externen Zugang beheizt werden. Welche Unterbringungen hiervon betroffen sind, sei aber noch unklar. Christian Martens erklärte zudem, dass „reguläre Zelte gegen wintertaugliche Zelte ausgetauscht“ werden sollen – die Zelte in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) Schnackenburgallee würden durch Holzhäuser ersetzt.

Flüchtlingsunterkünfte in Eimsbüttel: Wir geben einen Überblick über die Standorte und zeigen euch, wo ihr helfen könnt. 

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